Flughafen Linz vor Teilprivatisierung? Unternehmer legt Pläne vor
Ein Unternehmer aus Oberösterreich will den defizitären Linzer Flughafen wieder auf Kurs bringen – und dafür die Anteile der Stadt übernehmen. Am Montag werden die Pläne erstmals dem Land präsentiert.
Am Montag um 10 Uhr will der Unternehmer Manfred Zorn aus Hofkirchen an der Trattnach (Bezirk Linz-Land) im Büro von Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) seine Vorstellungen zur Zukunft des Linzer Flughafens vorstellen. Zorn tritt dabei gemeinsam mit einem Konsortium auf – und hat große Pläne für den angeschlagenen Airport.
Stadt-Anteile sollen übernommen, nicht gekauft werden
Zorn will die 50 Prozent, die derzeit der Stadt Linz gehören, übernehmen – allerdings nicht kaufen. Die übrigen Anteile hält das Land Oberösterreich, und das soll auch so bleiben. Nach Jahren der Diskussionen, so Zorn, müsse endlich etwas passieren: „Über den Flughafen wurde viel geredet, aber nichts umgesetzt.“ Er ist überzeugt, dass sein Vorschlag für die Stadt auch finanziell attraktiv ist. Denn die jährlichen Verluste des Flughafens seien hoch: „Wenn die Verluste so weitergehen, dass es jedes Jahr acht Millionen sind, dann muss Linz jedes Jahr vier Millionen beitragen“, rechnet der Unternehmer vor.
Bürgermeister offen, aber skeptisch
Linz’ Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) zeigte sich vergangene Woche grundsätzlich offen für Gespräche über neue Modelle. Die von Zorn genannten Zahlen und Bewertungen könne er aber „nicht nachvollziehen“. Damit bleibt vorerst unklar, wie realistisch eine Teilprivatisierung tatsächlich ist – und ob die Stadt ihre Flughafenanteile wirklich abgeben will. Zunächst will nun die Landesseite hören, wie die konkreten Pläne aussehen. „Bewertet wird erst danach“, hieß es am Montag aus dem Büro von Landesrat Achleitner.