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Symbolfoto
Das Bild auf 5min.at zeigt Lampen und im Vordergrund eine Hand, die Geld in die Höhe hält.
Beim Preistreiber Energie soll bald stopp sein.

Nach Krisenjahren: Energie soll wieder zum Preisbremser werden

Energie soll ab Jänner 2026 kein Preistreiber mehr sein – das sagt der scheidende E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch.

von Stefan Putz Logo 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(272 Wörter)
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Die turbulenten Energiejahre scheinen ihrem Ende entgegenzugehen. Ab Anfang 2026 werde Energie „kein Inflationstreiber mehr sein“, erklärte Wolfgang Urbantschitsch, Vorstand der Regulierungsbehörde E-Control, vor Journalistinnen und Journalisten. Vor allem beim Strom erwartet er eine Beruhigung: Mit Jahreswechsel sollen die Gesamtkosten stabil bleiben. Beim Gas dürfte die Entwicklung sogar leicht positiv für Haushalte ausfallen – steigende Netzgebühren werden laut Urbantschitsch durch fallende Gaspreise mehr als ausgeglichen.

Heuer verteuerte nicht der Strom – sondern die Gebühren

2024 und 2025 hatten viele Haushalte den Eindruck, dass Energie erneut extrem teuer geworden sei. Tatsächlich waren die jährlichen Kosten oft um mehrere hundert Euro gestiegen.
Urbantschitsch präzisiert: Nicht die Rohenergiepreise waren der Hauptgrund — sondern höhere Netzgebühren sowie das Auslaufen staatlicher Unterstützungen wie der Strompreisbremse. „Energie war ein wesentlicher Inflationstreiber“, so Urbantschitsch, „doch dieser Effekt läuft aus.“

Träge Kundschaft, starker Einfluss der Landesversorger

Für wenig Wettbewerb im Energiemarkt macht Urbantschitsch zwei Faktoren verantwortlich:
Einerseits dominante Landesenergieunternehmen, die Preisbewegungen bremsen und Marktdruck abfedern. Andererseits fehlende Wechselbereitschaft vieler Kundinnen und Kunden. Dabei könnte ein Anbieterwechsel oft spürbare Einsparungen bringen. Dennoch nutzen noch immer vergleichsweise wenige Haushalte diese Möglichkeit.

Erneuerbare als Schlüssel zur Preiszukunft

Wie sich Energiepreise langfristig entwickeln, hängt laut Urbantschitsch entscheidend vom Tempo der Energiewende ab. Je mehr Wind- und Photovoltaikanlagen am Netz sind, desto öfter verdrängen sie teure Gaskraftwerke – und drücken damit die Strompreise.
„In Stunden mit hoher Ökostromproduktion werden die Märkte entlastet“, betonte er. Der Auftrag ist klar: Der Ausbau erneuerbarer Energien bleibt Voraussetzung für dauerhaft stabile und leistbare Strompreise.

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