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/ ©pixabay/Engin_Akyurt
Das Bild auf 5min.at zeigt einen Kaffeebecher von Starbucks.
Unerwarteter Rückzug des Kaffee-Giganten Starbucks: Der internationale Kaffeeriese Starbucks beendet überraschend seine Präsenz in fast allen österreichischen Städten außerhalb Wiens.

Starbucks-Aus: Diese Städte verlieren jetzt ihre Filialen

Starbucks zieht sich aus Österreichs Bundesländern zurück: Alle Filialen außerhalb Wiens haben bis Ende Oktober 2025 geschlossen. Dutzende Jobs stehen auf dem Spiel – und viele fragen sich: Warum?

von Andrea Lautmann
3 Minuten Lesezeit(681 Wörter)

Unerwarteter Rückzug des Kaffee-Giganten: Der internationale Kaffeeriese Starbucks beendet überraschend seine Präsenz in fast allen österreichischen Städten außerhalb Wiens. Wie mehrere Mitarbeiter und Medien bestätigten, haben sämtliche Filialen außerhalb der Hauptstadt bis Ende Oktober 2025 schließen müssen. Betroffen sind Standorte in Innsbruck, Linz, Salzburg, Parndorf und Schwechat – sie alle sollen in den kommenden Wochen den Betrieb einstellen. Schon zuvor hatte Starbucks Filialen in der Salzburger Altstadt, auf der Linz Landstraße und in der Innsbrucker Innenstadt geschlossen.

Millionenverluste und neue Strategie

Hintergrund der Entscheidung ist laut Branchenkennern eine strategische Neuausrichtung. Die US-Kette kämpft mit rückläufigen Umsätzen und Verlusten in Millionenhöhe. 2024 hatte Starbucks Österreich einen Verlust von über 3 Millionen Euro verzeichnet – dreimal so hoch wie im Jahr davor. Nun will das Unternehmen im Rahmen seiner weltweiten „Back to Starbucks“-Strategie schwache Standorte schließen und sich auf profitablere Regionen konzentrieren. Laut Wirtschaftscompass betrieb Starbucks bisher 22 Filialen in Österreich, davon 17 im Großraum Wien. Im Geschäftsjahr bis Ende September 2024 verdreifachte sich der Verlust der Starbucks Coffee Austria GmbH auf über 3 Millionen Euro. Weltweit kämpft die Marke mit rückläufigen Umsätzen. Konzernchef Brian Niccol kündigte bereits im Herbst an, im Rahmen der globalen „Back to Starbucks“-Strategie hunderte schwächelnde Standorte zu schließen.

Entscheidung offenbar kurzfristig

Wie Insider berichten, sollen einige Filialen noch diese Woche schließen. Eine offizielle Stellungnahme ließ zunächst auf sich warten – viele Mitarbeiter erfuhren vom Aus erst kurz vor der Schließung. Branchenexperten vermuten, dass die Entscheidung Teil einer strategischen Neuausrichtung ist: Starbucks will sich künftig offenbar auf lukrativere Standorte im Großraum Wien konzentrieren, nachdem das Unternehmen zuletzt Millionenverluste hinnehmen musste.

Wien als letzter Starbucks-Hotspot

Während die Bundesländer ihre Filialen verlieren, bleibt der Großraum Wien das Herz der Marke: 17 von 22 österreichischen Standorten befinden sich in der Hauptstadtregion. Offenbar will Starbucks dort künftig verstärkt investieren. In Salzburg, Linz und Innsbruck hingegen verschwinden die bekannten grünen Logos aus den Einkaufszentren und Innenstädten – für viele Stammkunden ein herber Verlust.

5 Minuten hat nachgefragt

Auf Nachfrage von 5 Minuten bestätigt eine Sprecherin von Starbucks Österreich, dass der Rückzug Teil dieser globalen Strategie sei: „Im Rahmen unserer ‚Back to Starbucks‘-Initiative haben wir alle Standorte in Österreich genau überprüft. Ziel ist es, das Geschäft langfristig zu stärken und nachhaltig weiterzuentwickeln.“ Gleichzeitig versucht das Unternehmen, die Wogen zu glätten: „Diese Entscheidungen sind uns nicht leicht gefallen. Wir handeln mit großer Sorgfalt und wollen alle betroffenen Partner bestmöglich unterstützen – inklusive fairer Abfindungspakete“, so die Sprecherin. Und sie betont: „Österreich bleibt für Starbucks ein wichtiger Markt. Die Anpassungen sind zwar herausfordernd, aber notwendig, um die Zukunft des Unternehmens hierzulande zu sichern.“

Jobs fallen weg – Städte verlieren Treffpunkte

Für viele Beschäftigte ist der Rückzug ein harter Schlag. Dutzende Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel, viele Betroffene wurden erst kurzfristig informiert. Besonders in den Bundesländern sorgt die Entscheidung für Unverständnis – schließlich galten die Filialen lange als beliebte Treffpunkte für Studierende, Reisende und Kaffeefans. Wirtschaftsexperten sehen darin ein Signal des Wandels: Internationale Marken konzentrieren sich zunehmend auf Ballungsräume, während die Innenstädte kleinerer Städte weiter an Vielfalt verlieren.

Mitarbeiter vor ungewisser Zukunft

Für die rund 100 betroffenen Beschäftigten bedeutet der Rückzug das Aus. Laut internen Informationen bemüht sich Starbucks um Abfindungspakete und Unterstützung, doch viele Mitarbeiter stehen plötzlich ohne Job da. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit sorgt das für heftige Diskussionen – auch über die Stabilität internationaler Marken am österreichischen Markt.

Bitterer Nachgeschmack für Kaffeefans

Mit dem Rückzug verliert Starbucks seine einst breite Präsenz in Österreich. Wo früher Frappuccinos und Pumpkin Spice Latte verkauft wurden, bleiben bald leere Flächen zurück. Ob sich das Unternehmen künftig wieder ausweiten wird, ist offen. Fest steht: Für viele Kaffee-Fans in den Bundesländern heißt es jetzt endgültig – kein Starbucks mehr ums Eck.

Was hältst du vom Starbucks-Rückzug aus Österreich?

Egal – ich trinke meinen Kaffee sowieso lieber daheim
Ein Skandal! Ohne Starbucks ist mein Alltag nicht mehr derselbe
Traurig – das war mein Lieblingsplatz zum Lernen und Treffen
Logisch, Wien ist halt der einzige Markt, der sich auszahlt
Typisch Konzern: Erst expandieren, dann plötzlich alles schließen
Endlich! Zeit, dass lokale Kaffeehäuser wieder mehr Chancen bekommen
Verständlich – bei den Preisen wundert mich das kein bisschen
Schade um die Jobs! Die Mitarbeiter können am wenigsten dafür
Ich hab’s kommen sehen – Starbucks war in vielen Städten leer
Hauptsache, es gibt weiter Pumpkin Spice Latte in Wien!
Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 08.11.2025 um 09:55 Uhr aktualisiert
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