
Brandstiftung: Viele offene Fragen nach Villabrand in Gmunden
Der Brand einer Gründerzeitvilla wirft viele Fragen auf. Die Polizei klärt derzeit die Frage, ob es sich um einen Unfall handelt oder doch um einen Akt des Vandalismus.
Ein Brand, der in der Nacht auf Donnerstag eine Gründerzeitvilla an der Esplanade in Gmunden in Oberösterreich schwer beschädigt hat, ist gelegt worden. Ein Brandmittelspürhund habe angeschlagen, denn es sei Brandbeschleuniger verwendet worden, berichtete Brandermittler Günter Reischl am Samstag im Gespräch mit der APA. Beim Motiv herrscht noch Unklarheit.
Vandalismus oder Ablenkungsmanöver
Gegen 3.00 Uhr früh am Donnerstag, dem 6. November, war das Feuer am Dachboden entdeckt worden. Eine Rauchmeldeanlage hatte die Bewohner in der obersten Etage rechtzeitig geweckt. Sie alarmierten die Feuerwehr und die übrigen Hausbewohner. Verletzt wurde bei dem Brand an recht repräsentativer Adresse niemand. Schon bei ihrer Anfahrt zu ihrem Löscheinsatz entdeckten die Feuerwehrleute auch einen brennenden Pkw in der Nähe. Der Fahrzeughalter habe keinen Bezug zu der Villa, betonte Reischl. Aber dass es zwei Brandstellen in unmittelbarer Nähe gab, hatte schon zu Beginn den Verdacht aufkommen lassen, dass die Feuer gelegt wurden. Ob es sich um Vandalismus oder ein Ablenkungsmanöver handelt oder ob es einen anderen Grund für die beiden Brandstellen gibt, lässt die Ermittler noch rätseln. Man ermittle in alle Richtungen hieß es. In dem Altbau wohnen 15 Parteien, die nun alle befragt werden müssen, das werde einige Zeit in Anspruch nehmen.