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/ ©Fotomontage Canva
Das Bild auf 5min.at zeigt ein Baby in den Händen eines Arztes und eine Spritze.
Die RSV-Impfstrategie in Österreich trägt Früchte.

Diese Impfung schützt: Zwei Drittel weniger Spitalsaufnahmen bei Babys

Eine aktuelle Studie zeigt den Erfolg der neuen RSV-Schutzstrategie: Durch Antikörpergabe an Säuglinge und Impfungen von Schwangeren sank die Zahl der RSV-bedingten Spitalsaufnahmen bei Babys in Tirol um rund zwei Drittel.

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(273 Wörter)

Eine Studie der Medizinischen Universität Innsbruck zeigt: Österreichs neue Schutzstrategie gegen das Respiratorische Synzytial Virus (RSV) wirkt. Darüber informiert die APA in einer Aussendung vom 9. November. Durch die Immunisierung von Säuglingen mit dem Antikörper Nirsevimab und die Impfung von Schwangeren sank die Zahl der RSV-bedingten Krankenhausaufnahmen bei Babys in Tirol um rund zwei Drittel.

Spitalsaufnahmen gingen um zwei Drittel zurück

Das Innsbrucker Forschertean um Michaela Höck analysierte Daten von 1.156 Neugeborenen aus Innsbruck, Hall und Schwaz. 57 Prozent der Babys erhielten Nirsevimab, 12 Prozent waren durch die Impfung der Mutter geschützt, was einer Gesamtimpfquote von fast 70 Prozent entspricht. Das Ergebnis lässt sich sehen: Die Zahl der RSV-bedingten Krankenhausaufnahmen sank deutlich, nämlich von 151 Fällen vor der Pandemie auf 47 nach Einführung der Schutzmaßnahmen.

Impfbereitschaft weiter stärken

„Wichtig ist, dass keines der stationär aufgenommenen Säuglinge Nirsevimab erhalten hatte und nur eines von einer geimpften Mutter geboren wurde“, schreiben die Autoren in der Fachzeitschrift Frontiers in Public Health. Die Ergebnisse unterstreichen die Wirksamkeit beider RSV-Impfstrategien – und die Notwendigkeit, Aufklärung und Impfbereitschaft weiter zu stärken.

RSV kann zu schweren Lungenkomplikationen führen

Das RSV ist einer der häufigsten Erreger schwerer Atemwegsinfekte bei Kleinkindern und kann zu gefährlichen Lungenentzündungen führen. Neben Babys zählen auch ältere Menschen zur Risikogruppe – ihnen wird ebenfalls eine Impfung empfohlen. Seit Sommer 2024 wird in Österreich allen Neugeborenen die passive Immunisierung mit Nirsevimab empfohlen. Schwangere können sich seit Herbst 2023 mit dem Impfstoff RSVpreF impfen lassen, der dem Kind über die Plazenta schützende Antikörper vermittelt.

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