
Diskussionen um neue Kassensysteme bei Lidl: „Ich arbeite nicht gratis“
Nach und nach verändert sich das Bild an den Kassen der Lidl-Filialen österreichweit. Immer häufiger finden sich neben den normalen auch Selbstbedienungskassen. Die Meinungen dazu gehen auseinander.
Im Vorjahr wurde es bereits angekündigt, mittlerweile sind mehr als 80 Filialen bei Lidl damit ausgestattet: Selbstbedienungskassen. Die neuen Kassensysteme – die parallel zu den normalen Kassen bestehen – haben auch jeweils Ausgangsschranken. Heißt: Ohne Rechnung kommt man nicht raus. Gegenüber 5 Minuten spricht der Diskonter von einer „kundenorientierten Lösung“, die auch die Mitarbeiter „spürbar entlastet“. Und: „Der weitere Roll-Out erfolgt Schritt für Schritt flächendeckend in ganz Österreich.“ Über die Dauer des „Roll-Outs“ hält man sich auf Nachfrage aber bedeckt. Alles dazu auch hier: Lidl: „Neue Kassensysteme“ haben Schranken, kommen in ganz Österreich.

Sind Selbstbedienungskassen unumgänglich?
Der Beitrag hat jedenfalls für eine große Resonanz unter der 5-Minuten-Leserschaft gesorgt. Unter den Artikeln auf Facebook haben sich zahlreiche Kommentare gesammelt, nicht alle finden die Änderung im Kassenbild bei Lidl so positiv wie der Diskonter selbst. Viele fürchten, dass dafür an den Arbeitsplätzen gespart wird, andere wiederum meinen, dass es immer schwieriger werde, entsprechendes Personal zu finden und Selbstbedienungskassen dementsprechend „unumgänglich“ seien.
„Bekomme ich dann Mitarbeiterprozente?“
Kritik wird vor allem daran geübt, dass man quasi die Arbeit des Kassierers übernimmt. „Bekomme ich Mitarbeiterprozente, wenn ich die Kasse selbst übernehme?“, fragt daher ein 5 Minuten-Leser. Ähnliche Fragen kommen auch von weiteren Personen, darunter eine Frau: „Ich arbeite nicht gratis, danke.“ Ein weiterer Leser meint, er wolle eine Bedienung, „dafür zahle ich ja auch“.
„Endlich, ich nutze Selbstbedienungskassen überall, wo es welche gibt“
Doch der Kritik an den neuen Kassensystemen bei Lidl stehen auch fast so viele positive Stimmen gegenüber. „Endlich, ich nutze Selbstbedienungskassen überall, wo es welche gibt“, heißt es dazu etwa. Eine weitere Leserin freut sich darüber, sich nicht mehr anstellen zu müssen. Wieder andere Österreicher finden das System vor allem für kleinere Einkäufe praktisch.
