Arbeitslosigkeit steigt: So viele Österreicher suchen einen Job
Während die Arbeitslosigkeit leicht steigt, sinkt das Angebot an offenen Stellen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 7,5 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit in Österreich steigt weiterhin leicht und betrifft alle Altersgruppen und Bundesländer. Mit Stand Ende November 2025 sind rund 320.350 Menschen in Österreich arbeitslos – das sind etwa 16.000 mehr als Ende 2024. Die Arbeitslosenquote liegt damit bei 7,5 Prozent. Im Gegensatz dazu wächst die Beschäftigung im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht. Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) schätzt ein Plus von rund 4.000 Beschäftigungsverhältnissen
Arbeitslosigkeit: 399.199 Österreicher ohne Job
Auch der Zuwachs der Arbeitslosen und der AMS-Schulungsteilnehmenden bleibt im Vergleich zum Vorjahr in den letzten Monaten weitgehend stabil. Im November gab es ebenfalls keine wesentliche Veränderung. Es wurde ein Gesamtwert von 399.199 Arbeitslosen und Schulungsteilnehmern festgestellt.
Arbeitslosigkeit nach Geschlecht
Besonders auffällig ist die Arbeitslosigkeit im Geschlechtervergleich. Während es im November bei den Männern einen Anstieg von 3,5 Prozent gab, war es bei den Frauen ein Plus von 7,4 Prozent. Auch die Jugendarbeitslosigkeit stieg Ende November um 2 Prozent. Deutlich gestiegen ist aber die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden beim AMS – nämlich um 16,6 Prozent, das entspricht einem Plus von 1.366. Im Gegensatz dazu ist die Zahl der offenen Lehrstellen um 1.251 gesunken.
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Langzeitfälle nehmen zu, offene Stellen sinken
Auch ein Vergleich der Arbeitslosigkeit nach Nationalität zeigt: Bei Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft stieg sie um 5,3 Prozent, bei Inländern um 5,2 Prozent. Da die Arbeitslosigkeit bereits über viele Monate ansteigt, wächst auch die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen mit Arbeitslosenstatus und mindestens einem Jahr AMS-Vormerkung auf 95.472. Die Zahl der sofort verfügbaren offenen Stellen beim AMS sank Ende November um 13,2 Prozent auf 71.933. Neue offene Stellen gingen im November um 1,9 Prozent (-698) zurück.
Gleichberechtigung am Arbeitsmarkt
Letzte Woche wurde ein AMS-Gleichstellungsmonitor präsentiert, der zeigt, dass arbeitsmarktpolitische Maßnahmen für Frauen Wirkung zeigen. Trotz bestehenden herausfordernden Rahmenbedingungen für viele Frauengruppen, besonders für Ältere, seien laut der Aussendung des BMASGPK klare Fortschritte sichtbar
Frauen am Arbeitsmarkt: Beschäftigung steigt
Zwar stieg die Arbeitslosigkeit der Frauen im Jahresvergleich um 7,4 Prozent, aber die Beschäftigung entwickelt sich positiv: Im vergangenen Oktober ist die Zahl der beschäftigten Frauen im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent gestiegen. Besonders auffällig: In der Gruppe der über 60-Jährigen stieg die Beschäftigung um 28,3 Prozent. Damit wächst die Erwerbsbeteiligung älterer Frauen deutlich stärker als die der Männer, bei denen sie leicht zurückging.
Ältere Frauen bleiben länger berufstätig
Die schrittweise Anhebung des Regelpensionsalters für Frauen bietet auch eine Chance am Arbeitsmarkt: Ältere Frauen bleiben länger berufstätig. Von zehn zusätzlich arbeitenden Frauen ab 60 Jahren ist nur eine arbeitslos – rund 90 Prozent sind beschäftigt. „Wir wissen, dass die Arbeitsmarktsituation für Frauen in einigen Bereichen besonders schwierig ist. Genau deshalb braucht es zielgerichtete Maßnahmen und echte Unterstützung“, so Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ).