Spektakuläre Windenbergung am Traunstein: Bergsteigerinnen gerettet
Am Traunstein mussten am Donnerstagabend zwei Bergsteigerinnen gerettet werden. Eine Person war bei einem Sturz schwer verletzt, dichter Nebel erschwerte die Rettung. Der ÖAMTC-Hubschrauber C14 führte eine Windenbergung durch.
Am frühen Abend des 4. Dezember wurden Notärzte und Flugcrew des Christophorus 14 zu einem Einsatz am Mairalmsteig am Traunstein alarmiert. Zwei Bergsteigerinnen hatten sich im oberen Drittel des Steigs verstiegen. Eine Person stürzte und verletzte sich schwer, ein eigenständiges Absteigen war nicht mehr möglich.
Nebel erschwert den Zugang
Im Tal hing dichter Nebel, ein Problem für jeden Anflug. Die Crew entschied sich für einen Direktanflug und bereitete bereits in der Anflugphase die Winde vor. Der Bergespezialist entschied, die beiden Personen rasch aus der Gefahrenzone zu holen, bevor sich die Bedingungen weiter verschlechtern konnten. Nach der Windenbergung brachte dann der Hubschrauber beide Bergsteigerinnen zu einem geeigneten Zwischenlandeplatz. Dort übernahm das Team die medizinische Erstversorgung. Beide waren unterkühlt, eine Person schwer verletzt. Da viele Krankenhäuser wegen der Wetterlage nicht sicher angeflogen werden konnten, erfolgte der Weitertransport ins Krankenhaus Schladming, das unter den Bedingungen als einzige Option infrage kam.
Windenbetrieb als entscheidender Vorteil
Seit Juli befindet sich die Rettungswinde des C14 im Probebetrieb und zeigte in diesem Einsatz klar ihren Wert. Der Stützpunkt Niederöblarn ist damit Österreichs erster rund um die Uhr besetzter Notarzthubschrauber mit Winde. Eine Rettung ohne Winde hätte im steilen Gelände wesentlich länger gedauert und wäre für Crew und Bergsteigerinnen deutlich riskanter gewesen.