9-fach-HPV-Impfung senkt Krebsrisiko um bis zu 90 Prozent
Eine Studie belegt den Nutzen der 9-fach-HPV-Impfung: Sie senkt das Risiko für erneute Krebsvorstufen nach einer Konisation signifikant.
Eine neue Studienerkenntnis beim Fachmagazin „Obstetrics & Gynecology“: Eine aktuelle Analyse bestätigt den Nutzen der 9-fach-HPV-Impfung bei Frauen, die bereits eine operative Behandlung (Konisation) wegen einer Krebsvorstufe am Gebärmutterhals hatten, so die der MedUni Wien. Das Ergebnis? Eine vor dem chirurgischen Eingriff durchgeführte 9-fach-HPV-Impfung kann das Risiko für erneute Zellveränderungen (Dysplasien) an Gebärmutterhals, Vagina und Vulva deutlich senken. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich nach der Konisation erneut eine Krebsvorstufe bildet, war bei den geimpften Teilnehmerinnen um bis zu 90 Prozent verringert.
Bis zum 21. Lebensjahr kostenlos
Die Krebsvorstufe wird durch Humane Papillomviren (HPV) verursacht. Die Konisation ist ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung dieser hochgradig veränderten Zellen, birgt aber Risiken für spätere Schwangerschaften und Folgeerkrankungen. Die Studie verwendete den 9-fach-Impfstoff, der gegen die HPV-Typen 6, 11, 16, 18, 31, 33, 45, 52 und 58 schützt. Die Impfung ist bis zum 21. Lebensjahr kostenlos im Rahmen des Nationalen Impfplans erhältlich. Bis zum 30. Juni 2026 wird sie auch für bis zu 29-Jährige kostenlos angeboten, wenn der erste Stich bis zum 31. Dezember 2025 erfolgt ist.