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Foto in Beitrag von 5min.at zeigt einen Mann, eine Frau, einen Pensionsblock, eine Brille, Geld und einen Taschenrechner.
Zahlreiche Änderungen stehen bei den Pensionen in Österreich 2026 an.

Später in Pension, mehr Geld: Was sich 2026 in Österreich ändert

Das Jahr 2025 ist fast vorbei, höchste Zeit für einen Ausblick auf kommende Änderungen. Gerade im Bereich der Pensionen tut sich in Österreich mit dem Start ins neue Jahr nämlich so einiges. Wir haben hier den Überblick für euch.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
4 Minuten Lesezeit(907 Wörter)
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Die „neue“ Regierung hat bei den Pensionen jedenfalls dafür gesorgt, dass kaum ein Stein auf dem anderen bleibt. So manche Maßnahme, wie etwa die Erhöhung der Krankenversicherungs-Beiträge, die Österreichs Älteste im Jahr teils hunderte Euro netto kostet, wurde bereits umgesetzt. Mehr dazu hier: Am 1. Juli: Pensionen werden ausgezahlt, weniger Geld kommt aufs Konto. Im Jänner folgen nun zahlreiche weitere Maßnahmen, die das System einerseits reformieren und teilweise Pensionisten auch mehr Geld in die Kasse spülen soll.

Einführung der Teilpension, Einschränkung der Altersteilzeit

Mit 1. Jänner 2026 wird die Teilpension eingeführt. Dabei ist es Betroffenen, die in Pension gehen könnten, möglich, ihre Arbeitszeit zu reduzieren und gleichzeitig schon einen Teil der Pension ausbezahlt zu bekommen. Gleichzeitig steigt das Pensionskonto weiter an, was eine höhere Auszahlung beim tatsächlichen und vollständigen Antritt bedeutet. Alle Infos dazu bekommt ihr auch hier: Ab 2026: Teilpension kommt, wie Österreicher davon profitieren können. Mit der Einführung der Teilpension wird auch das Modell der Altersteilzeit eingeschränkt. Diese kann dann nur noch so lange in Anspruch genommen werden, wie noch keine Teilpension möglich ist bzw. kein Anspruch auf eine Pension besteht. Schrittweise bis 2029 wird das Höchstausmaß der Altersteilzeit auf maximal drei Jahre verkürzt. Ebenfalls erhöht wird das Ausmaß der arbeitslosenversicherungspflichtigen Beschäftigungszeiten für Altersteilzeitvereinbarungen – zwischen 2026 und 2028 schrittweise von 15 auf 17 Jahre.

So sinkt die Dauer der Altersteilzeit in den kommenden Jahren:

  • Antritt 2026: noch 4,5 Jahre lang möglich
  • Antritt 2027: noch vier Jahre lang möglich
  • Antritt 2028: noch 3,5 Jahre lang möglich
  • Antritt 2029: drei Jahre lang möglich

Pensionserhöhung in Österreich 2026

Wie jedes Jahr werden auch mit 1. Jänner 2026 die Pensionen hierzulande wieder erhöht. Allerdings bekommt nicht jeder das gleiche prozentuelle Plus aufs Konto. Bis zu einer Brutto-Pension von 2.500 Euro wird die Inflation in Höhe von 2,7 Prozent vollkommen ausgeglichen, danach gibt es einen Fixbetrag in der Höhe von 67,50 Euro obendrauf auf die Auszahlung. Die Inflationsabgeltung betrifft lauf Sozialministerium mehr als 70 Prozent aller Senioren. Mehr zur Erhöhung auch hier: Pensionserhöhung 2026: Wie die Erhöhung in Österreich genau funktioniert. In der Tabelle unten findet ihr heraus, was die Erhöhung für euch konkret bedeutet.

Brutto 2025 (in Euro)Brutto 2026 (in Euro)Netto-Plus (in Euro)Erhöhung in Prozent
1.3001.335,1032,992,7
1.4001.437,8035,532,7
1.5001.540,5038,072,7
1.6001.643,2040,612,7
1.7001.745,9039,872,7
1.8001.848,6041,892,7
1.9001.951,3041,972,7
2.0002.05441,932,7
2.1002.156,7043,442,7
2.2002.259,4044,952,7
2.3002.362,1046,462,7
2.4002.464,8047,972,7
2.5002.567,5049,472,7
2.6002.667,5049,472,6
2.7002.767,5049,462,5
2.8002.867,5051,392,41
2.9002.967,5051,392,33
3.0003.067,5051,392,25
3.1003.167,5051,392,18
3.2003.267,5050,232,11
3.3003.367,5050,232,05
3.4003.467,5050,221,99
3.5003.567,5050,231,93
3.6003.667,5050,231,88
3.7003.767,5050,231,82
3.8003.867,5050,231,78
3.9003.967,5050,221,73
4.0004.067,5050,231,69
4.1004.167,5050,231,65
4.2004.267,5050,231,61
4.3004.367,5050,231,57
4.4004.467,5050,221,53
4.5004.567,5050,231,5
4.6004.667,5050,221,47
4.7004.767,5050,231,44
4.8004.867,5050,231,41
4.9004.967,5050,231,38
5.0005.067,5050,231,35

Pensions-Aliquotierung wird abgeschafft und neu eingeführt

Die erste Pensionserhöhung wurde in Österreich immer gestaffelt aliquotiert, Neupensionisten, die nicht im Jänner in den Ruhestand gehen, waren also benachteiligt und bekamen weniger von der ersten Erhöhung. Diese Regelung wird abgeschafft und gleichzeitig durch eine Andere ersetzt. Ab 2026 wird sie vereinheitlicht, Betroffene bekommen allesamt die Hälfte – also 50 Prozent – der ersten Erhöhung. Alles dazu auch hier: Regierung plant große Änderung bei Pensionen in Österreich.

Korridorpension erst später möglich

Bei der Korridorpension wird es mit Jahresbeginn dann ebenfalls zu einer Reform kommen. Einerseits das Antrittsalter, andererseits die benötigten Versicherungsjahre werden schrittweise angehoben, Betroffene müssen künftig also länger warten und damit auch länger arbeiten, ehe sie die Korridorpension in Anspruch nehmen können. Wir haben auch bei den Pensionistenvertreterinnen nachgefragt, was sie davon halten. Alles zum Thema und auch zum Interview findet ihr hier: Länger arbeiten: „Größte Sorge der Betroffenen ist fast immer dieselbe“.

Bist du schon in Pension?

Nein, ich stehe erst am Anfang meiner Karriereleiter.
Nein, ein paar Jährchen habe ich noch vor mir.
Ich bin in den nächsten Monaten pensionsberechtigt.
Seit kurzem.
Schon lange!

Pflegekräfte dürfen früher in Pension

Freuen dürfen sich jedenfalls Pflegekräfte, die künftig theoretisch früher in Pension gehen dürfen. Der Grund dafür liegt in der Schwerarbeitsverordnung, der Pflegeberuf wird mit 2026 auch dort aufscheinen. Heißt: Hat man 45 Versicherungsjahre, darf man in eine fast abschlagfreie Pension – und das, bevor man 65 Jahre alt ist bzw. ab 60 Jahren. Auch dazu sind uns die Pensionistenvertreterinnen Rede und Antwort gestanden. Alles dazu hier: Früher in Pension: „Das ist ein wirklicher Meilenstein“.

Pensionskonto wird stark aufgewertet

Pensionisten sind davon zwar nicht betroffen, dennoch: Das Pensionskonto wird mit Jahresbeginn in Österreich deutlich aufgewertet. Die Aufwertungszahl, die für die kommende Erhöhung schlagend wird, liegt nämlich bei 7,3 Prozent, wie auch Arbeiterkammer-Experte Alexander Pasz gegenüber 5 Minuten erklärt. Dabei sei die Einkommensentwicklung von 2023 auf 2024 schlagend, diese würde sich nun auf die Auswertung auswirken. Warum dementsprechend ein Pensionsantritt im Jahr 2026 finanziell mehr wert sein wird, als 2025 erfahrt ihr hier: Statt 2025: Pensionsantritt 2026 ist teils hunderte Euro mehr „wert“.

Rezeptgebühr wird eingefroren, Deckel für Arzneimittelkosten kommt

Mit 2026 sollen nun auch die erhöhten Krankenversicherungs-Beiträge etwas ausgeglichen werden, wie auch Finanzminister Markus Marterbauer im Interview mit 5 Minuten erklärt: „Mit der Deckelung der Rezeptgebühren mildern wir den Effekt für Menschen mit geringeren Pensionen auch ab.“ Dazu soll die Rezeptgebühr einerseits beim Wert von 7,55 Euro aus dem Jahr 2025 eingefroren werden – sie steigt also nicht an -, andererseits wird ein Arzneimittelkostendeckel eingeführt. Die Kostenobergrenze für eine Rezeptgebührenbefreiung wird so schneller erreicht. Dazu werden ab Jänner 2026 „alle erstattungsfähigen Arzneimittel, die von der Ärztin oder dem Arzt verschrieben werden“ berücksichtigt, so das Sozialministerium. Zusätzlich sinkt der Schwellenwert ab 2027 in jährlichen Schritten auf 1,5 Prozent des Jahresnettoeinkommens ohne Sonderzahlungen.

Bild auf 5min.at zeigt eine Sitzung des Nationalrates.
© Parlamentsdirektion/ Thomas Topf
Finanzminister Markus Marterbauer im Interview mit 5 Minuten: „Mit der Deckelung der Rezeptgebühren mildern wir den Effekt für Menschen mit geringeren Pensionen auch ab.“

Pensionisten müssen ab November 2026 e-Card-Gebühr zahlen

Mit der e-Card-Gebühr vom Jahr 2027 werden auch Pensionisten von dieser nicht mehr ausgenommen sein. Aktuell liegt diese bei 25 Euro pro Jahr, Geld, das künftig eben auch Österreichs Älteste berappen müssen. Die e-Card-Gebühr ist übrigens immer bis Mitte November des Vorjahres fällig, erstmals zahlen müssen sie Pensionisten hierzulande also im November 2026. Viel tun werden sie dafür aber nicht müssen, das Geld wird wohl automatisch einfach von der November-Auszahlung abgebucht.

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