Skip to content
/ ©Canva
Das Bild auf 5min.at zeigt einen gesperrten Steinbruch.
Im Burgenland wurden mehrere Steinbrüche geschlossen.

Asbest-Schock im Burgenland: Vier Steinbrüche geschlossen

Ein brisanter Verdacht besteht im Burgenland: In mehreren Steinbrüchen soll Material, das asbestbelastet ist, abgebaut und anschließend als Material, etwa Schotter, in den Vertrieb gebracht worden sein.

von Stella Sabitzer Das Bild auf 5min.at zeigt die Online-Redakteurin Stella Sabitzer von 5 Minuten Österreich.
2 Minuten Lesezeit(362 Wörter)
Wählen Sie 5min.at als bevorzugte Google-Quelle

Bereits in der Vergangenheit soll der Staub vom Steinbruch für Erkrankungen verantwortlich gemacht worden sein. Sogar von Krebs war die Rede. Bisher waren das alles nur Gerüchte, doch wie mehrere Medien berichten, könnte an dem Verdacht tatsächlich etwas dran sein. Insgesamt vier Steinbrüche, einer in Oberpullendorf sowie drei in Oberwart, sollen mit sofortiger Wirkung von der Behörde geschlossen worden sein. Denn dort soll natürlich vorkommendes Asbest gemeinsam mit anderem Gestein abgebaut und in den Vertrieb gebracht worden sein.

Was ist Asbest?

Wie jedem bekannt sein dürfte, ist Asbest stark krebserregend. Bereits eine geringe Belastung kann schon Krankheiten auslösen. Deshalb ist Asbest auch seit den 1990er-Jahren in Österreich verboten. Besonders gesundheitsschädlich ist das Einatmen der Fasern, die beim Abbau oder Schleifen entstehen können. In gebundener und fester Form gilt Asbest hingegen als ungefährlich.

Steinbrüche im Burgenland geschlossen

„Grundlage für diese Maßnahme waren behördliche Überprüfungen gemäß § 175 Mineralrohstoffgesetz. In Folge wurden im November 2025 Material- und Bodenproben entnommen und durch ein Fachlabor untersucht. In sämtlichen untersuchten Proben wurde Asbest nachgewiesen“, wird in der „Kronen Zeitung“ eine Stellungnahme des Landes zitiert. Durch diese Ergebnisse ist für das Land eines klar: Eine Gefährdung der Gesundheit von Personen, besonders aber für Arbeitnehmer und Kunden, kann nicht ausgeschlossen werden.

Gefahr in Verzug: Schließung war sofort notwendig

Klar ist auch, dass Gefahr im Verzug bestand, weswegen ein sofortiges Handeln der zuständigen Behörde notwendig war. Die betroffenen Kunden sollten von den Steinbrüchen informiert werden. Diese bleiben auch bis zur vollständigen Beseitigung der Gefahr geschlossen.

Wo ist das Asbest?

Was genau mit dem wahrscheinlich belasteten Material passiert ist, ist unklar. In den Berichten ist allerdings von Streusplitt für umliegende Gemeinden, aber auch von Schotter für Wege, Gärten, Friedhöfe oder auch Einfahrten die Rede. Außerdem sei davon auszugehen, dass die Ausbringung des Materials schon Jahre her ist.

Besteht ein Gesundheitsrisiko durch Asbest?

Diese Neuigkeiten sorgen natürlich für Unruhe. Denn andere Betriebe könnten betroffen sein, und was ist mit den Arbeitnehmern der Steinbrüche, deren Zukunft damit am seidenen Faden hängt? Immerhin geht es nicht nur um den Arbeitsplatz, sondern auch um die Gesundheitsfrage. Viele andere Betroffene fragen sich, ob das Auswirkungen auf sie haben könnte und ob sie mit dem belasteten Material in Berührung gekommen sind. Das Tückische daran: Die Folgen treten oft erst Jahre später auf.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 02.01.2026 um 10:45 Uhr aktualisiert
Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes