Einwegpfand: „Bei mir hat sich überhaupt nichts geändert“
Das neue Einwegpfandsystem hat am 1. Jänner 2026 das einjährige Jubiläum gefeiert. Wir haben in diesem Rahmen in Straßeninterviews nachgefragt, was die Menschen mittlerweile davon halten.
Mittlerweile ein Jahr alt ist das Einwegpfandsystem in Österreich, seither zahlt man 25 Cent mehr für die allermeisten Plastikflaschen und Aluminiumdosen. Geld, das man wieder zurückbekommt, wenn man die Flaschen und Dosen zurückbringt. Anfangs hat das neue System noch viele Menschen geärgert und für gespaltene Meinungen gesorgt. Mehr dazu hier: Einwegpfand in Österreich: „Kaufe jetzt meine Getränke in Italien“. Wie aber hat sich das Einwegpfand im vergangenen Jahr in den Köpfen der Menschen entwickelt? Wir haben auf der Straße nachgefragt, was sie davon halten.
Einwegpfandbilanz nach einem Jahr: Was hältst du vom „neuen“ System?
Pfand als Motivation, die Flaschen zurückzubringen
Obwohl es ihn nicht betreffen würde, weil er weder Flaschen noch Dosen kaufe, findet es ein Salzburger „auf jeden Fall gut“ und „ganz wichtig“, wie er im Straßeninterview mit 5 Minuten erklärt. Die Frage, ob 25 Cent als Pfand genug sind, bejaht er. Er glaube, dass das für die einen eine Motivation sei, die Flaschen und Dosen hinzubringen, andere würden sie halt wo hinstellen. „Da gibt es genug Leute, die es brauchen können und sie sich nehmen und ein wenig einen Zusatzverdienst haben.“
„Ich kauf immer noch genau so viele Plastikflaschen und Dosen“
Einer Frau ist der Pfand „relativ egal“. Sie würde es „im Großen und Ganzen“ machen, sehe aber oft vor allem alte und arme Menschen nach den Flaschen und Dosen in den Mülleimern „graben“. Für diese Menschen sei das offensichtlich eine Möglichkeit für einen Zuverdienst. Eine weitere Frau findet Pfandflaschen „super“. Sie würde kaum noch Flaschen oder Dosen herumliegen sehen. „Jeder bemüht sich und die 25 Cent sind gerechtfertigt“, erklärt sie. Für eine junge Passantin hätte sich mit dem neuen System „überhaupt nichts geändert“. Und weiter: „Ich kauf immer noch genau so viele Plastikflaschen und Dosen und bring sie dann einfach zurück ins Geschäft.“
„Man ist dazu gezwungen und es nervt“
Doch immer noch ist nicht jeder mit dem neuen System zufrieden, wie ein Blick in die Kommentare unter der Straßenumfrage auf Instagram zeigt. „Von wegen zufrieden. Man ist dazu gezwungen und es nervt“, meint etwa eine Frau. Eine weitere Instagram-Nutzerin meint, das System sei „noch nicht ausgereift“ und es würde zu wenige Automaten in den Geschäften geben.
Was hältst du vom Einwegpfandsystem?
Jetzt bist du dran! Was hältst du eigentlich vom Einwegpfandsystem? Warst du erst skeptisch, hast es mittlerweile aber lieben gelernt? Warst du vielleicht von Anfang an überzeugt davon, dass das das richtige ist? Oder kannst du damit weiterhin gar nichts anfangen? Schreib es uns gerne in die Kommentare auf unseren Facebook-Seiten (Kärnten, Steiermark, Wien und Österreich) oder direkt hier per Kontaktformular.