Nach Lkw-Brand: Tunnelsperre auf A10 bleibt weiterhin – massiver Stau
Die enorme Hitze beim Lkw-Brand am Freitagabend hat den Brentenbergtunnel schwer beschädigt. Der Tunnel bleibt nun länger gesperrt. Es kommt bereits zu Stau.
Nach dem Lkw-Brand im Brentenbergtunnel auf der Tauernautobahn in Salzburg am Freitagabend bleibt der Tunnel längere Zeit gesperrt. „Betroffen ist der Einfahrtsbereich der Galerie sowie die ersten hundert Meter des Tunnels. Der Lkw, der gestern gegen 18 Uhr vor dem Portal gegen den Aufpralldämpfer prallte, brannte in der Folge völlig aus. Der Brand führte zu massiven Schäden an der Beleuchtung, Funk- und Brandmeldekabel, an den technischen Sicherheitseinrichtungen und an der Fahrbahn – durch die große Hitze kam es auch zu umfangreichen Betonabplatzungen in diesen Bereichen“, so die ASFINAG in einer Aussendung. Es kommt aktuell zu massiven Stau.
Ursache: LKW krachte gegen ein Tunnelportal
Ein schwerer Unfall sorgte am Freitagabend für einen Großeinsatz auf der Tauernautobahn (A10) im Bundesland Salzburg. Ein LKW prallte gegen ein Tunnelportal und fing sofort Feuer. Der Lenker konnte das brennende Wrack zwar noch selbstständig verlassen, brach jedoch nach etwa 50 Metern im Tunnel zusammen. Während die Richtungsfahrbahn Villach bereits wieder frei ist, bleibt die Autobahn Richtung Salzburg im Bereich Werfen weiterhin gesperrt. Wir haben berichtet: Totalsperre: A10 wegen brennendem Fahrzeug komplett dicht.
Weiterhin gesperrt
Die ASFINAG führt aktuell mit Experten Schadensbegutachtung und Bestandserhebungen vor Ort durch. Parallel dazu werden sämtliche Möglichkeiten für temporäre Verkehrsführungen sowie für die Durchführung der notwendigen Sanierungsmaßnahmen geprüft und untersucht. „Die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmenden hat dabei oberste Priorität. Erst nach Vorliegen sämtlicher Erkenntnisse kann über weitere Maßnahmen und die Dauer der Sperre entschieden werden“, heißt es. Die nächsten notwendigen Schritte erfolgen bereits: Vor Ort checken Experten die genaue Schadenslage und schätzen ein, inwieweit die Tunneldecke vom Brand in Mitleidenschaft gezogen wurde. Diese Untersuchungen erfolgen bereits heute und in den kommenden Tagen. Parallel dazu wird an allen Alternativen für Verkehrsführungen gearbeitet, auch die notwendigen Sanierungen sind bereits in Vorbereitung. Bis auf weiteres bleibt der Tunnel in Richtung Salzburg gesperrt, eine Umleitung über die Bundesstraße ist eingerichtet.
Lange Staus auf der Umfahrungsstraße
Wegen des Ferienendes in Bayern und Baden-Württemberg setzte schon am Vormittag starker Rückreiseverkehr Richtung Deutschland ein. Als Ausweichroute war die Salzachtal Bundesstraße B159 völlig überlastet, es bildete sich von Werfen ein Stau zurück bis nach Bischofshofen, das sind rund zehn Kilometer, sagte Harald Lasser vom ÖAMTC zur APA. Das sei eine Zeitverzögerung von zumindest eineinhalb Stunden. Er rechnete am späteren Vormittag damit, dass sich die Situation im Lauf des Tages noch verschärfen könnte. Auch auf der Tauernautobahn bildete sich vor der Ausfahrt Werfen ein Stau zurück bis Hüttau. (Absatz von APA 10.01.2026)