Schlägerei überschattet Hallenfußballturnier in Tirol
Eigentlich sollte es ein sportlicher Nachmittag werden. Doch bei einem Hallenfußballturnier in Reutte eskalierte am Samstag die Stimmung. Nach einem Foul kam es zu Tumulten, Verletzten und einem größeren Polizeieinsatz.
Was nach einem ganz normalen Hallenfußballspiel klingt, nahm am Samstagnachmittag, 10. Jänner, eine unschöne Wendung. In einer Turnhalle in Reutte trafen bei einem Turnier eine österreichische und eine deutsche Mannschaft aufeinander. Nach einem Foul während des Spiels heizte sich die Stimmung spürbar auf. Gegen 16.30 Uhr entlud sich die Spannung schließlich in einem Tumult zwischen Spielern und Zuschauern. Die eingesetzten Ordner mussten eingreifen, um die Lage zu beruhigen.
Rückzug in die Kabinen, aber keine Entspannung
Doch Ruhe kehrte nicht ein. Die aus Bayern angereiste Mannschaft zog sich aufgrund der aufgeheizten Atmosphäre in die Kabinen zurück. Dort kam es jedoch erneut zu Handgreiflichkeiten und körperlichen Auseinandersetzungen. Zwei Personen wurden dabei verletzt. Die Situation blieb angespannt, auch als bereits die Polizei verständigt war.
Aufgebrachte Stimmung vor der Halle
Beim Eintreffen der Polizei hatte sich die Lage zwar etwas beruhigt, vor dem Ausgang der Halle hielten sich aber noch zahlreiche aufgebrachte Spieler und Zuschauer der einheimischen Mannschaft auf. Um weitere Eskalationen zu verhindern, wurde die deutsche Mannschaft von den eingesetzten Polizeikräften aus der Halle und schließlich zu ihren Fahrzeugen begleitet. Auch dabei kam es noch zu gegenseitigen Provokationen.
Verletzte und Polizeieinsatz
Den vor Ort befindlichen Polizeistreifen gelang es schließlich, die Situation zu befrieden. Eine Person wurde leicht verletzt, eine weitere zog sich eine Nasenbeinfraktur zu. Diese Person musste vom Rettungsdienst ins Bezirkskrankenhaus Reutte eingeliefert werden. Im Einsatz standen mehrere Streifen der Polizeiinspektionen Reutte, Bichlbach und Grän sowie der Rettungsdienst. Nach Abschluss der Ermittlungen wird Anzeige an die Staatsanwaltschaft Innsbruck erstattet.