Sommerreifen bei Schneefahrbahn: Drei Verletzte nach Unfall am Arlberg
Am Arlberg war am Samstag ein 35-jähriger Belgier mit seinem Sportwagen unterwegs – ohne Winterreifen oder Ketten und das trotz Schneefahrbahn. Es kam zu einem Unfall, bei dem drei Personen verletzt wurden.
Am 10. Jänner war ein 35-jähriger Belgier mit seinem Sportwagen auf der B197 Arlbergstraße unterwegs. Bei Schneefahrbahn fuhr der Mann vom Arlbergpass kommend talwärts in Richtung St. Anton am Arlberg. Am Beifahrersitz befand sich eine 30-jährige Belgierin. Wie die Polizei informiert, waren am Fahrzeug trotz winterlicher Fahrverhältnisse Sommerreifen angebracht. Und auch Schneeketten fehlten, obwohl ein Kettengebot galt.
Sportwagen rutscht in drei Fahrzeuge
Zur selben Zeit wie der Belgier fuhr ein 42-jähriger Rumäne mit einem Kastenwagen bergwärts. Und dann passierte es: Unmittelbar nach einer Rechtskurve kam der Belgier auf der schneeglatten Fahrbahn mit seinem Auto ins Schleudern, drehte sich mehrmals und kollidierte mit dem entgegenkommenden Kastenwagen. Doch damit nicht genug: Der Sportwagen schlitterte weiter talwärts und touchierte zwei weitere bergwärts fahrende Fahrzeuge.
Drei Personen verletzt
Bei dem Aufprall wurde ein automatischer eCall-Alarm vom Sportwagen ausgelöst, mit dem die Einsatzkräfte alarmiert wurden. Sowohl die 30-Jährige als auch der 35-Jährige und der 42-Jährige wurden bei dem Unfall verletzt und mussten von der Rettung zu einem lokalen Arzt transportiert werden. Der Rumäne musste aufgrund einer schweren Verletzung in weiterer Folge in die Klinik Innsbruck überstellt werden.
Arlbergstraße gesperrt
„An den beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden, die weiteren Fahrzeuge, welche durch den Sportwagen gestreift wurden, wurden nur leicht beschädigt und blieben fahrbereit. Die B197 Arlbergstraße musste für ca. 1,5 Stunden total gesperrt werden“, informiert die Polizei. Im Einsatz standen der Rettungsdienst mit zwei Rettungstransportwägen sowie die Polizeiinspektionen St. Anton am Arlberg und Klösterle (Vorarlberg). „Nach Abschluss der Ermittlungen ergehen Berichte an die Staatsanwaltschaft Innsbruck und die Bezirkshauptmannschaft Landeck“, so die Polizei abschließend.