Schock in den Alpen: Fünf Tote nach Lawinenabgängen
Zu einer Tragödie kam es am Samstag im Pongau: Innerhalb weniger Stunden verloren fünf Menschen ihr Leben durch Lawinenabgänge. Rund 90 Bergretter waren im Einsatz.
„Trotz klarer und mehrfacher Warnungen kam es heute erneut zu zahlreichen Lawinenabgängen – leider mit tödlichem Ausgang“, informiert der Bezirksleiter der Bergrettung Pongau, Gerhard Kremser. „Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen. Diese Tragödie zeigt schmerzhaft, wie ernst die aktuelle Lawinenlage ist.“
Lawine im Pongau: Frau stirbt trotz Rettungsversuchen
Gegen 12.30 Uhr wurde die Bergrettung Bad Hofgastein das erste Mal alarmiert. Eine Skitourengeherin wurde im Bereich „Schmugglerscharte“ (rund 2.200 Meter Seehöhe) im freien, alpinen Gelände von einer Lawine verschüttet. Trotz aller Wiederbelebungsversuche konnte sie nicht mehr gerettet werden. Im Einsatz waren auch der Rettungshubschrauber Martin 6, die Hundestaffel der Bergrettung sowie das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes und Peers der Bergrettung. Gemeldet wurde der Lawinenabgang vom Ehemann der Frau.
Sieben Tourgeher von Lawine im Pongau verschüttet
Nur kurze Zeit später, um etwa 14 Uhr, wurde die Bergrettung erneut alarmiert. Dieses Mal war eine Lawine im freien, alpinen Gelände im Bereich Finsterkopf (2.152 Meter Seehöhe) im Großarltal abgegangen: Insgesamt sieben Tourengeher waren von dem Lawinenabgang betroffen. Zu dem Einsatz rückten die Bergrettungen Großarl, Bad Hofgastein, Bad Gastein, Dorfgastein, Großarl und Hüttschlag aus. Vier Personen konnten dabei nur noch tot geborgen werden. Eine Person erlitt schwere Verletzungen, eine Person wurde leicht verletzt und eine Person blieb unverletzt. Im Einsatz waren unter anderem vier Rettungshubschrauber, die Hundestaffel der Bergrettung und des Roten Kreuzes, sechs Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams des Roten Kreuzes, die Alpinpolizei und Notfallsanitäter des Roten Kreuzes.
90 Bergretter im Einsatz
Zur Mittagszeit wurden im Pongau weitere Lawinen von Wintersportlern ausgelöst – in Hüttschlag am Plattenkogel und in Großarl am Frauenkogel. Doch dieses Mal hatten sie großes Glück: Es sind keine Personen verletzt worden. Seitens der Bergrettung waren insgesamt 90 Bergretter und sechs Hundeführer im Einsatz.