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/ ©Montage: Canva / SPÖ
Das Bild von 5 Minuten zeigt die Pressestunde mit Andreas Babler.
Ab Juli soll der Steuersatz für ausgewählte Produkte von zehn auf fünf Prozent sinken.

Steuer halbiert: Diese Lebensmittel werden in Österreich billiger

Vizekanzler Andreas Babler kündigt eine Mehrwertsteuersenkung auf Lebensmittel an. Ab Juli sollen viele Produkte günstiger werden – allerdings nur mit klaren Einschränkungen.

von Andrea Lautmann
2 Minuten Lesezeit(306 Wörter)
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Die geplante Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel war das zentrale Thema in der ORF-Pressestunde mit Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ). Ab Juli soll der Steuersatz für ausgewählte Produkte von zehn auf fünf Prozent sinken. Ziel sei es, Menschen zu entlasten, „die vor dem Einkauf zuerst ins Onlinebanking schauen müssen“.

Entlastung für Österreich ja – jedoch nicht mit der Gießkanne

Die Maßnahme sei bewusst eingeschränkt, betonte Babler. Man habe aus früheren Fehlern gelernt und wolle keine breite Steuersenkung ohne Zielgenauigkeit. Die Auswahl der Produkte orientiere sich an Gegenfinanzierung und am Ziel, die heimische Produktion zu stärken. Insgesamt betreffe die Senkung rund ein Drittel des täglichen Einkaufs.

Diese Lebensmittel sollen billiger werden

• Milch & Eier

• Milch (inkl. laktosefreie tierische Milch)

• Butter

• Eier (Hühnereier)

• Gemüse (frisch, gekühlt & tiefgekühlt)

• Kartoffeln

• Tomaten

• Zwiebeln, Knoblauch, Lauch

• Karfiol, Kohlrabi

• Salate

• Karotten, Rüben, Knollensellerie

• Gurken • Bohnen, Erbsen u. ä.

• Kürbis, Paprika, Spargel

• Tiefkühlgemüse (z. B. Erbsen, Spinat)

• Obst (nur aus Österreich)

• Äpfel und Birnen (frisch)

• Steinobst wie Marillen oder Kirschen (frisch)

• Getreide & Backwaren

• Reis

• Weizenmehl, Weizengrieß

• Nudeln ohne Füllung

• Brot und Gebäck (auch glutenfrei)

• Speisesalz

Warum Bananen nicht günstiger werden

Importierte Produkte sind bewusst ausgenommen. Babler machte klar: Die Senkung soll nicht nur Preise drücken, sondern gezielt österreichische Betriebe unterstützen. Während heimische Äpfel profitieren, bleiben Bananen, Orangen oder Ananas außen vor.

Was halten Sie von der Mehrwertsteuersenkung?

Eine gute Hilfe – jeder Euro weniger zählt
Richtig, aber die Liste müsste größer sein
Bringt wenig, wenn der Handel die Preise nicht senkt
Zu kompliziert – eine generelle Senkung wäre besser
Falscher Ansatz, das Geld sollte anders eingesetzt werden
Ich merke davon im Alltag kaum etwas
Weiß noch nicht / möchte die Umsetzung abwarten

Steuersenkung kostet 400 Millionen Euro

Die Mehrwertsteuersenkung kostet laut Babler rund 400 Millionen Euro. Finanziert werden soll sie größtenteils durch die Paket- und Plastiksteuer sowie ein bis zwei kleinere zusätzliche Maßnahmen. Trotz ursprünglich härterer SPÖ-Forderungen zeigt sich Babler mit dem Paket zufrieden.

Gießkanne oder gezielte Hilfe?

Dafür spricht: Entlastung bei Grundnahrungsmitteln Fokus auf Menschen mit geringem Einkommen  Stärkung der heimischen Landwirtschaft

Kritikpunkte:  Nicht alle Lebensmittel günstigere Wirkung hängt von Weitergabe im Handel ab  Keine direkte Preiskontrolle

Regierung nicht zu langsam?

Ein Jahr nach der Angelobung weist Babler Kritik am Tempo der Koalition zurück. Die Mietpreisbremse sei bereits wenige Wochen nach Amtsantritt beschlossen worden. Auch beim Budgetkurs sieht er die Regierung besser unterwegs als ursprünglich geplant, räumt aber zusätzliche Herausforderungen ein.

Gesundheit und SPÖ-interne Debatten

Im Gesundheitsbereich hält Babler an einem Solidaritätsbeitrag von Wahlärzten in Höhe von zehn bis 15 Prozent fest, konkrete Schritte sollen jedoch erst nach einer laufenden Analyse folgen. Parteiintern sieht er keine Führungsdebatte: Die Diskussion um seine Person sei eine „Phantomdiskussion“.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 18.01.2026 um 13:40 Uhr aktualisiert
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