Spritpreise zu hoch? Neue Maßnahmen für Autofahrer geplant
Mit einigen Maßnahmen möchte die Bundesregierung für faire Spritpreise in Österreich sorgen. Unter anderem sollen Kontrollen an den Tankstellen eingeführt werden.
Im Dezember ist zum ersten Mal seit Monaten die Inflationsrate in Österreich unter vier Prozent gesunken. Laut Statistik Austria liegt das vor allem an den Energiepreisen, die den Auftrieb abgeschwächt haben, da die Treibstoffe preisdämpfend wirken. Mehr dazu hier: Inflation in Österreich gesunken: Das ist der Grund
Mietdeckel und Lebensmittel-Steuer: So sollen die Österreicher entlastet werden
Im vergangenen Sommer wurden Maßnahmen zur Preisregulierung im Bereich Mieten angekündigt. Demnach sollen die Mieterhöhungen mittels Mietdeckel bis zum Jahr 2027 eingeschränkt werden. Auch bei den Lebensmitteln wurde gehandelt: Ab Juli soll der Steuersatz für ausgewählte Produkte von zehn auf fünf Prozent sinken. Ziel sei es, Menschen zu entlasten, „die vor dem Einkauf zuerst ins Onlinebanking schauen müssen“. Hier kannst du mehr nachlesen: Steuer halbiert: Diese Lebensmittel werden in Österreich billiger
Spürst du die Inflation?
Spritpreise in Österreich: Babler kündigt Maßnahmen an
Doch SPÖ-Bundesparteivorsitzender, Vizekanzler Andreas Babler möchte jetzt auch die Kosten für Treibstoff genau unter die Lupe nehmen. „Es kann nicht sein, dass die Rohölpreise seit über einem Jahr stark sinken, Autofahrerinnen an den Zapfsäulen davon aber nichts merken“, kritisiert er. Er kündigte Maßnahmen an, um sicherzustellen, dass die sinkenden Spritpreise an die Kunden weitergegeben werden. Es soll einen Kontrollschwerpunkt der Preisauszeichnungen von Tankstellen geben und die Preiskommission soll einberufen werden. „Wir wollen unfaire Preispolitik rasch identifizieren. Dazu leiten wir eine Sonderprüfung ein“, sagt Babler gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.
Babler zu den Spritpreisen: „Das ist eine Frage der Gerechtigkeit!“
Sieht man sich die Situation an den Weltmärkten an, wird schnell klar, dass die Rohölpreise im letzten Jahr um 28 Prozent zurückgegangen sind. Bei den Autofahrern sei dies aber nicht im entsprechenden Umfang angekommen. „Wir lassen nicht zu, dass sich ein paar wenige eine goldene Nase auf Kosten der Allgemeinheit verdienen. Wir werden diesen Spuk beenden. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit!“, betont Babler. Der Kampf gegen die Teuerung hätte laut ihm oberste Priorität.