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Foto in Beitrag von 5min.at zeigt Polarlichter über Österreich.
In der Nacht von Montag auf Dienstag waren auch grüne Polarlichter über Österreich zu sehen.

Polarlichter: Darum leuchtete der Himmel am Montag auch grün

Österreicher wurden am Montagabend, dem 19. Jänner 2026, zu Zeugen eines spektakulären Himmelsspektakels. Polarlichter in allen Farben erstrahlten. Besonders außergewöhnlich: Diesmal waren auch grüne Lichter zu sehen.

von Elisa Auer Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
3 Minuten Lesezeit(612 Wörter)
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Zahlreiche spektakuläre Aufnahmen von Polarlichtern wurden der 5-Minuten-Redaktion zugesendet. Das Naturphänomen, das den Himmel in satten Rottönen erstrahlen lässt, sorgt immer wieder für Staunen. Mancherorts leuchtete der Himmel am Montagabend aber sogar grün – ein Anblick, welcher den meisten von den Nordlichtern in Skandinavien bekannt ist. Warum aber leuchtete der Himmel diesmal auch grün? Wir haben für euch bei Christian Möstl von der GeoSphere nachfragt.

Das Foto zeigt Polarlichter in Kärnten.
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Rote Polarlichter vs. grüne Polarlichter

Grüne Polarlichter entstehen durch Sauerstoff in niedrigeren Höhen. Die Dichte ist dort hoch genug, sodass die Energie rasch wieder freigegeben wird. „Grüne Aurora findet eher tiefer in der Atmosphäre statt“, erklärt Möstl im Gespräch mit 5 Minuten. Rote Polarlichter hingegen werden in größeren Höhen verursacht. Immer wieder einmal erstrahlt der Himmel über Österreich in Rottönen, wohingegen es in unseren Breiten aber äußert selten ist, dass auch grüne Nordlichter zu sehen sind. 

Grüne Polarlichter über Österreich selten

In den vergangenen Jahren hat es immer wieder Polarlicht-„Sichtungen“ gegeben, grüne Leuchterscheinungen waren da allerdings nicht dabei. Grüne Nordlichter kennt man vor allem aus Skandinavien, erklärt Möstl. Aber auch aus Norddeutschland. Eben dort dürfte diesmal das Nordlichtoval gewesen sein. „Die grünen Lichter müssen nicht direkt über uns sein, damit wir sie sehen“, so der Experte weiter.

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Sonnensturm hätte ungewöhnlich stark ausfallen können

Am Sonntagabend gab es einen starken Ausbruch eines Sonnensturms, der Montagabend für Polarlichter sorgte. Möstl betont aber, dass der Sturm Potential gehabt hätte, weitaus stärker zu sein. „Die Störung im Erdmagnetfeld war gar nicht so stark“, berichtet er im Gespräch mit 5 Minuten. Stark war das Event aber, was Nordlichter betrifft. In Österreich herrschten vielerorts nämlich die idealen Wetterbedingungen für diese Spektakel. Eine klare Nacht ohne viel Wolken sorgte dafür, dass die Polarlichter besonders stark sichtbar waren. „Der Sturm aber hätte viel stärker sein können, er hat nur das falsche Magnetfeld gehabt“, berichtet Möstl. Mit dem richtigen Magnetfeld hätte der Sturm aber eine Stärke erreichen können, wie es sonst nur einmal in 50 Jahren vorkommt, so der Experte weiter. Dann wären auch stärkere GPS-Störungen möglich gewesen und der Sonnensturm hätte auch das Stromnetz beeinflussen können.

„Grüne Polarlichtbänder wurden immer heller“

Erwin Filimon, Obmann des Astronomischen Arbeitskreises Salzkammergut und der Sternwarte Gahberg, schilderte gegenüber der APA begeistert und detailliert den Ablauf der Aurora borealis: Gegen 21.30 Uhr sei das erste rote Polarlicht im Norden zu sehen gewesen, noch relativ horizontnah und strukturlos. „Von etwa 22 Uhr an war auch ein strukturloses grünes Polarlicht horizontnahe erkennbar, das sich laufend verstärkte. Gegen 22.15 Uhr war das Polarlicht bis in etwa in die Höhe des Polarsternes zu sehen. Ab 22.13 Uhr gab es auffällige horizontale helle grün-gelbe Polarlichtbänder im Grenzbereich des roten und grünen Polarlichts. Diese grünen Polarlichtbänder wurden immer heller und größer und wanderten auch immer höher in den Bereich der roten Polarlichterstreifen. Gegen 23 Uhr wurden aus den Bändern grüne Flecken teilweise mit streifiger Struktur.

Polarlichter bis etwa 2 Uhr zu sehen

Kurz nach 23 Uhr waren die grünen Flecken verschwunden. Die roten Polarlichtstreifen wurden heller, bis etwa 23.20 Uhr, dann begannen die roten Streifen zu verblassen“, so Filimon. Schließlich habe es nur mehr einen roten Himmel ohne besondere Strukturen gegeben, der langsam an Intensität verlor, ehe es vor 2 Uhr noch einmal ein kurzes Aufflackern des roten Polarlichtes gegeben habe.

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