Ab 26. Jänner: ÖGK schickt 84.000 Rechnungen an Österreicher per Post
Im vergangenen Jahr wurde eine Kostenbeteiligung zu planbaren Krankentransporten beschlossen. Die erste Welle an Briefen wird nun verschickt, es handelt sich um rund 84.000 Schreiben.
Seit 1. Juli 2025 muss man für maximal 28 planbare Krankentransporte pro Jahr einen Selbstkostenbeitrag entrichten. Die Kosten liegen seither pro Fahrt bei 7,55 Euro ohne Sanitäter bzw. 15,10 Euro mit Sanitäter – etwa beim Transport im Tragesessel oder liegend. Diese werden im Endeffekt quartalsmäßig abgerechnet, die erste Rechnungswelle wird in den kommenden Tagen nun bei den Österreichern eintreffen. Nicht bezahlen müssen übrigens Kinder und Personen, die von der Rezeptgebühr befreit sind. Auch von der Bezahlung befreit sind medizinisch notwendige Fahrten und zeitkritische Transporte. Alles dazu auch hier: Neu ab 1. Juli: Dafür müssen Patienten in Österreich jetzt zahlen.
84.000 ÖGK-Forderungsschreiben kommen jetzt per Post
Wie die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) nun berichtet, startet mit 26. Jänner 2026 der Versand von rund 84.000 Forderungsschreiben für die Monate Juli bis September 2025. Einige der Verständigungen wurden bereits per e-Zustellung an Versicherte übermittelt. Gegenüber 5 Minuten erklärte die ÖGK bereits, dass rund 90.000 Menschen in Österreich Rechnungen für die ersten drei Monate der Kostenbeteiligung bekommen, dabei werden insgesamt etwa 300.000 Krankentransporte verrechnet.
Wen die Kostenbeteiligung jetzt konkret betrifft
Mit den Schreiben informiert man betroffene Versicherte transparent über geltende Regelungen und gibt ihnen auch eine Kostenaufstellung. Und man versichert noch einmal: „Die Kostenbeteiligung betrifft ausschließlich planbare Krankentransporte ohne akuten medizinischen Anlass. Für einen Großteil der Fahrten, wie Rettungs- und Notarztfahrten sowie Fahrten zu Dialyse-, Chemo- oder Strahlentherapien wird somit kein Kostenanteil eingehoben.“
Krankentransporte: Was zu zahlen ist und was nicht
Bezahlt werden müssen:
- planbare Krankentransporte ohne akuten medizinischen Anlass – etwa regelmäßige Fahrten zur Therapie
- maximal 28 Fahrten pro Jahr
- Kostenpunkt: 7,55 Euro pro Fahrt ohne Sanitäter, 15,10 Euro mit Sanitäter
Nicht bezahlt werden müssen / nicht bezahlen müssen:
- medizinische notwendige Fahrten
- zeitkritische Transporte
- Personen, die von der Rezeptgebühr befreit sind
- Kinder
30 Tage Zeit, Rechnung zu bezahlen – Ratenzahlung teilweise möglich
„Die Versicherten haben grundsätzlich 30 Tage Zeit, den offenen Betrag zu bezahlen. Bei Rechnungsbeiträgen über 151 Euro sind auch Zahlungserleichterungen möglich (etwa eine Ratenvereinbarung)“, heißt es seitens der ÖGK weiter gegenüber 5 Minuten. Insgesamt erwartet man dadurch Einnahmen in Höhe von etwa 4,3 Millionen Euro im ersten verrechneten Quartal. Das Ziel sei es, Krankentransporte auch weiterhin verlässlich für jene Menschen bereitzustellen, die sie aus medizinischen Gründen benötigen „und dabei zugleich einen bewussten und effizienten Einsatz der verfügbaren Ressourcen zu gewährleisten“, erklärt man. Die Rechnungen für das Quartal von Oktober bis Dezember 2025 werden dann im April 2026 an die Betroffenen übermittelt.