Schnee im Anmarsch: Wo Italientief Österreich „tiefwinterlich“ macht
Frau Holle schaut wieder in Österreich vorbei und schüttelt ihre Kissen über weite Teile des Landes aus. Vor allem in Kärnten und Osttirol wird etwas Neuschnee kommen, auch in Tirol und Vorarlberg wird es teils "tiefwinterlich".
Nachdem ein Italientief bereits vor wenigen Tagen vor allem in Kärnten und Osttirol einiges an Neuschnee gebracht hat – mehr dazu hier: Neuschnee: Tal in Kärnten knackt 40-Zentimeter-Marke -, ist ein neues Italientief schon wieder eingetroffen und bringt großen Teilen Österreichs wieder etwas Neuschnee. Ganz so viel wie zuletzt wird es allerdings wohl nicht werden, wie Andreas Frank von der „GeoSphere Austria“ im Gespräch mit 5 Minuten verrät.
Wo es in Kärnten und Osttirol am ehesten schneit
Den meisten Schnee dürfte es dabei in Unterkärnten und in Osttirol geben, wo verbreitet zehn bis 15 Zentimeter neu dazu kommen könnten. In Unterkärnten und der Südoststeiermark wird es erst nur regnen, später ist auch Schnee möglich. Die Schneefallgrenze hat hier aber eine relativ große Schwankungsbreite und bewegt sich zwischen 600 und 1.000 Metern Seehöhe. „Das kommt dann auf die Niederschlagsintensität an“, weiß der Meteorologe.
Wo der meiste Schnee in Kärnten und Osttirol fallen wird
Meteorologe David Kaufmann von „tauernwetter.at“ meint, dass der meiste Schnee generell im Bereich der Karnischen Alpen fallen würde, am längsten trocken bleibe es dagegen in Unterkärnten. Zwischen Klagenfurt und Völkermarkt müsse man auch mit Glatteisgefahr durch gefrierenden Regen rechnen. Den Höhepunkt erreicht die Niederschlagsintensität dann in der Nacht auf Donnerstag, da schneit oder regnet es dann recht verbreitet. Gut möglich also, dass viele Österreicher am Donnerstag mit einigem an Neuschnee aufwachen werden.
Mehrere Zentimeter Schnee im Wald- und Mostviertel
Das Tief bringt damit zwar wohl etwas weniger Neuschnee, dafür wird dieser auch den Nordosten Österreichs berieseln. Auch im östlichen Flachland wird es nämlich weiß, so Frank. So werden im Wald- und im Mostviertel zwei bis fünf Zentimeter Schnee erwartet, in tiefen Lagen ist aber auch hier eher mit Regen zu rechnen. Selbst in Wien könnte es hier und da wieder weiß werden. „In den höheren Lagen wird der Schnee auf den Wiesen sicher liegen bleiben, in der Innenstadt wird es sich eher auf Schneeregen beschränken“, erklärt Frank gegenüber 5 Minuten weiter. Der Schneefall setzt hier jeweils im Laufe der Nacht ein.
Schnee in der Steiermark: Am Donnerstag schneit es „verbreitet“
In der Steiermark zieht vor allem gegen Abend dann Niederschlag von Süden her auf. „In der Nacht regnet und schneit es allmählich überall“, so die „GeoSphere Austria“ auf ihrer Website. Die Schneefallgrenze sinkt dann auch von 1.000 auf 500 Meter ab. Am Donnerstagvormittag schneit es dann „verbreitet“, die Schneefallgrenze liegt zwischen 400 und 800 Metern Seehöhe. Das Wetter beginnt sich dann am Nachmittag langsam zu bessern.
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Westen Österreichs hat am Donnerstag teils „tiefwinterliche Verhältnisse“
In ganz Tirol spricht die „GeoSphere Austria“ am Donnerstag allgemein von „tiefwinterlichen Verhältnissen“ beim Aufwachen. Sowohl in Salzburg als auch in Tirol wird es dann aber schon bald nur mehr zeitweise und leicht schneien und regnen. Auch in Vorarlberg rechnet man abseits des Rheintals „bald mit winterlichen Verhältnissen“. In Oberösterreich wird „etwas mehr Schneefall“ im Unteren Mühlviertel zusammenkommen, vor allem unterhalb von 500 Metern ist aber ab dem späten Donnerstagvormittag eher mit Regen zu rechnen.
Am längsten regnet und schneit es im Nordosten
Am Donnerstag ist das kurze, weiße Winterintermezzo dann auch bald schon wieder vorbei. Am längsten wird es im Nordosten schneien und regnen, in Kärnten sei es gegen Mittag schon wieder vorbei. Die Tage darauf prognostizieren die Meteorologen kaum bis keinen Neuschnee – und wenn dann vermutlich nur in höheren Lagen über 1.000 Metern. Es ist meist auch nur mit Schneegrieseln und (gefrierendem) Nieselregen zu rechnen.