Samuel (22) ist tot: Sein letzter Wunsch ging in Erfüllung
In den letzten Tagen ging seine Geschichte viral. Samuel litt an einer unheilbaren Krankheit. Seine Lebenqualität war so drastisch gesunken, dass er nun Sterbehilfe in Anspruch nahm.
Der 30. Januar war sein Geburtstag, und er sollte auch sein Sterbetag werden. Diese Entscheidung hatte Samuel schon im Vorhinein getroffen. Der 21-Jährige litt an der Multisystemkrankheit ME/CFS, ein normales Leben war für ihn zuletzt in weite Ferne gerückt.
Von der Außenwelt isoliert
Die Symptome seiner Krankheit waren verheerend. Samuel konnte rund um die Uhr nur noch im Bett liegen, musste Gehörschutz und Schlafbrille tragen, denn seine Umwelt überforderte sein Nervensystem. Selbst Reden und Zuhören wurden für Samuel gänzlich unmöglich, da es ihn überanstrengte und Qualen verursachte. Mit seiner Mutter, die ihn pflegte, konnte er nur via Stift und Notizblock kommunizieren.
Wie „ertrinken und verbrennen zugleich“
Jedes Mal, wenn Samuel es doch einmal versuchte, sich zu bewegen, sein Handy zu nutzen, oder etwas auf seinem Block notierte, wurde sein Leiden schlimmer. Das sogenannte Leitsymptom PEM sorgte dafür, dass jede Überanstrengung zu einer dauerhaften Verschlechterung seines Zustandes führte. „Es ist wie ertrinken und verbrennen zugleich“, so beschrieb Samuel seine Gefühlslage in einem unter Qualen aufgenommenen Post auf Reddit.
Sterbehilfe als einzige Option
Daher traf er die Entscheidung, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen. Für viele klingt das unfassbar, für Samuel war es der einzige Ausweg. Am 30. Januar verstarb Samuel an seinem 22. Geburtstag, das bestätigte sein Vater gegenüber 5 Minuten. Sein letzter Wille ging in Erfüllung: Samuel wandte sich mit letzter Kraft an die Öffentlichkeit, um möglichst viele Menschen auf die Erkrankung aufmerksam zu machen. Vielen Ärzten wäre die Krankheit gar nicht bekannt, und es fehle die Hilfe von österreichischen Behörden. Samuel rief zum Teilen und Verbreiten seiner Geschichte auf, um seine Botschaft zu verbreiten: „ME/CFS tötet!“