Skip to content
/ ©Montage: Bundesheer/Canva
Montage auf 5min.at zeigt das Bundesheer und eine junge Frau mit einer älteren Frau
Damit sollen künftig Lücken gefüllt werden, die durch die demografische Entwicklung entstehen.

Zwölf statt neun Monate? Ministerin prüft Verlängerung des Zivildienstes

Angesichts sinkender Geburtenzahlen schlägt Zivildienstministerin Claudia Bauer (ÖVP) Alarm: Um den drohenden Personalmangel im Sozial- und Rettungswesen abzufangen, steht eine Ausweitung des Dienstes auf ein volles Jahr im Raum.

von Nadia Alina Gressl Bild auf 5min.at zeigt Nadia Alina Gressl
1 Minute Lesezeit(188 Wörter)

Angesichts sinkender Geburtenzahlen plant die Bundesregierung Änderungen beim Zivildienst. ÖVP-Zivildienstministerin Claudia Bauer prüft eine Verlängerung des Zivildienstes auf bis zu zwölf Monate. Ziel sei es, einen drohenden Rückgang der Zivildiener auszugleichen und gleichzeitig zusätzliche Qualifikationsmöglichkeiten zu schaffen. Laut Bauer könnte die Zahl der Zivildiener aufgrund der demografischen Entwicklung künftig deutlich sinken. Während 2007 noch rund 34.000 österreichische Staatsbürger geboren wurden, waren es 2025 nur mehr etwa 30.000. Geht man davon aus, dass sich etwa die Hälfte der Wehrpflichtigen für den Zivildienst entscheidet, könnten laut Berechnungen der Ministerin künftig rund 2.000 Zivildiener fehlen. Gleichzeitig steige der Bedarf, insbesondere im Pflege- und Sozialbereich, aufgrund der alternden Bevölkerung deutlich an.

Zusatzausbildungen geplant

Derzeit sind rund 15.000 Zivildiener im Einsatz, ein Großteil davon im Rettungsdienst sowie in der Sozial- und Behindertenhilfe. Durch eine Verlängerung des Zivildienstes sollen zusätzliche Ausbildungen ermöglicht werden, etwa vergleichbar mit der Sanitäterausbildung im Rettungswesen. Damit könnten Zivildiener künftig auch in der Pflege oder Behindertenbetreuung beruflich verwertbare Qualifikationen erwerben. (APA/RED; 03.02.2026)

Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes