Hunderte Euro Sparpotential: 420.000 Kunden haben gewechselt
Wie die Energieregulierungsbehörde E-Control nun berichtet, haben im Vorjahr 420.904 Kunden in Österreich den Strom- oder Gaslieferanten gewechselt. Und das bringt bares Geld in die Kassen jener, die es machen.
„Mehrere hundert Euro im Jahr können beim Wechsel des Strom- und Gasanbieters nämlich sehr einfach gespart werden“, betont nun auch E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch. bei der Energieregulierungsbehörde erwartet man sich – nachdem die Wechselzahlen bereits 2025 gestiegen sind -, dass auch 2026 „die Dynamik beim Lieferantenwechsel weiter zunimmt“. Den Grund dafür sieht man darin, dass bereits einige Unternehmen Preissenkungen angekündigt haben. Darunter finden sich etwa die EVN in Niederösterreich und der teilstaatliche Verbund. Letzterer hat einen „Österreich-Tarif“ angekündigt, alles dazu hier: Ab März 2026: Neuer „Österreich-Tarif“ soll Stromkosten senken. Bei den Anbieterwechselzahlen sei jedenfalls „nach wie vor viel Luft nach oben“, so Urbantschitsch.
Wechselrate bei Strom hat deutlich zugelegt
Den deutlichen Anstieg beim Anbieterwechsel merkt man, wenn man sich die Vorjahre ansieht. Im Jahr 2023 waren es nämlich erst 346.019 Kunden, die gewechselt haben, 2024 waren es beriets 378.795. Und 2025 sind die Zahlen eben auf über 420.000 Kunden in Österreich angestiegen. Dabei hat vor allem die Wechselrate beim Strom auf 5,4 Prozent (nach 4,7 Prozent im Jahr davor) deutlich zugelegt. 345.442 Kunden (darunter 283.135 Haushalte) haben sich einen neuen Stromlieferanten, immerhin noch 75.462 Kunden (darunter 68.903 Haushalte) einen neuen Gaslieferanten gesucht.
Wie teuer ist dein Stromtarif?
Niederösterreicher wechseln am fleißigsten
Beim Storm am häufigsten haben im Vorjahr übrigens Niederösterreicher gewechselt, gefolgt von Steirern und Oberösterreichern. Schlusslicht beim Wechsel des Stromlieferanten war wie auch schon im Jahr davor Tirol. Auch beim Gaslieferantenwechsel macht in Österreich den Niederösterreichern niemand etwas vor. Hinter ihnen liegen die Oberösterreicher, gefolgt von den Steirern. Das Schlusslicht bildet hier Vorarlberg. Beim Wechsel hilft euch übrigens etwa der Tarifkalkulator der E-Control hier online.
So kann man Heizkosten „rasch und ohne monetären Aufwand“ reduzieren
Man kann aber auch kurzfristig noch zusätzlich die Geldbörse entlasten. Das zeigt die E-Control jetzt vor: „In einer kalten Winterwoche können die Heizkosten rasch nach oben steigen. Schließlich bedeutet ein Grad höherer Heizbedarf über eine Woche gleich mal bis zu zehn Euro mehr an Energiekosten“, rechnet E-Control-Vorstand Alfons Haber vor. Er rät dazu, Räume nicht zu überheizen, Heizkörper nicht zu verstellen, sowie zum Stoßlüften und zur Nachtabsenkung. So könne man die Heizkosten „rasch und ohne monetären Aufwand reduzieren“. Auch Abdichtungen von Fenstern und Türen oder Thermostate seien einfache und kostengünstige Maßnahmen.