1.000 Euro zu viel gezahlt: Vater merkt Fehler erst nach 2 Jahren
Über 26 Monate hinweg hat ein Burgenländer für seinen Sohn das Fitnessstudio bezahlt. Dann merkte er, dass etwas nicht stimmte. Ihm wurden die 39,90 monatlich nämlich jeweils doppelt abgebucht - und das über zwei Jahre lang.
Monat für Monat für Monat. Ein Werbespruch, der eigentlich besser für das Gewinnspiel „EuroDreams“ passen würde. Im Falle eines Burgenländers ging es aber nicht um einen Gewinn sondern um einen Verlust, den er Monat für Monat immer wieder hinnahm – bis er dann doch irgendwann stutzig wurde.
80 statt 40 Euro, 26 Monate lang
Eigentlich hatte er nur das Fitnessstudio für seinen Sohn bezahlt, die Gebühr ging monatlich per Abbucher an den Betreiber. Erst als der Sohn wegziehen will und somit die Kündigung vom Studio ansteht, merkt die Familie, dass man 39,90 Euro zu viel bezahlt hat – und zwar monatlich und das nicht weniger als 26 Monate lang. Der Sohn war nämlich bei zwei Studios angemeldet, im zweiten war er aber nie und wusste auch nichts von einer zweiten Mitgliedschaft.
Doppelte Mitgliedschaft „wäre gar nicht nötig gewesen“
Wie der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nun erklärt, hat das Studio den Fehler beim Kunden gesehen. Auch wenn man bedauert, dass dieser die Doppelbuchung getätigt hätte. Immerhin sei das gar nicht notwendig gewesen, da man mit der Mitgliedschaft vom einen auch im anderen Studio trainieren kann. Man meint auch, dass es öfter vorkommen würde, dass eine Person für zwei oder mehr Menschen zahlt und man nicht aktiv Käufen nachgeht und fragt, ob es beabsichtigt ist, dass zwei Abbuchungen durchgeführt werden.
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Studio schickt Angebote, Burgenländer will aber alles zurück
Daraufhin beruft sich der Betreiber auf den eigenen Rechtsbeistand, der von einem rechtsgültigen Kauf spricht. Dennoch zeigt sich das Studio „kulant“ und bietet an, dass der zu viel gezahlte Betrag für eine andere Person verwendet werden kann. Gleichzeitig bietet man auch an, erst 13, später dann 20 Beiträge zu überweisen. Doch der Burgenländer lehnt alle Vorschläge ab. Er möchte nämlich die vollen 26 Abbuchungen in Höhe von mehr als 1.000 Euro zurückhaben.
Erst als VKI-Juristin sich einschaltet, zahlt Fitnessstudio das Geld zurück
Daraufhin wurden Mails hin und hergeschrieben, „die Wochen gehen ins Land, aber das Geld kommt nicht am Konto an“, so der VKI. Dann schreitet eine Juristin des Vereins, Theresa Aichner, ein und schreibt selbst an das Fitnessstudio. Es könne sich nur um einen Fehler im System handeln, dieser dürfe nicht zulasten des Konsumenten gehen. „Wir ersuchen Sie um Rückerstattung der für 26 Monate zu viel bezahlten Raten.“ Diese Mail schien dann Wirkung zu haben, wenig später landete das Geld nämlich am Konto des Burgenländers.