Magistrat wurde tätig: Waltraud ist wieder Walter
Als Walter P. erfuhr, dass er in Haft muss, änderte er sein Geschlecht, und wurde zu Waltraud. Er wollte seine Strafe im Frauengefängnis absitzen. Nun hat ihm das Wiener Magistrat einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Im Dezember 2025 wurde die selbsternannte „Rotlichtgröße“ Walter P. von einem Wiener Bezirksgericht zu einer Haftstrafe wegen Wiederbetätigung verurteilt. Schon im Vorfeld sorgte der 60-Jährige für Gesprächsstoff: Er änderte sein Geschlecht von männlich zu weiblich, nannte sich fortan „Waltraud“. In einem Interview kündigte er an, er wolle in ein Frauengefängnis, und freue sich dort unter anderem auf das gemeinsame Duschen. Daraufhin wurde das Wiener Magistrat tätig.
Eintrag rückgängig gemacht
Am 31. Dezember bekam Walter P. dann den Bescheid, dass sein Geschlecht nun wieder zu männlich geändert worden sei. Laut heute.at wurde dies von Innenminister Gerhard Karner persönlich in Auftrag gegeben. Die Rotlichtgröße hat gegen diese Entscheidung Einspruch erhoben, dieser könnte vor einem Verwaltungsgericht verhandelt werden. Vorerst jedoch darf Walter P. weder ins Frauengefängnis, noch seine Pension früher beantragen.
Änderung des Geschlechts in Österreich
Nach Vorlage eines psychiatrischen Gutachtens ist es in Österreich möglich, beim Standesamt sein Geschlecht zu ändern. Eine geschlechtsangleichende Operation ist dafür nicht erforderlich.