Crowd-Invest-Aus: Das Ende von Rendity und 157 Millionen Euro
Die Crowdinvesting-Plattform Rendity stellt ihren Betrieb ein. Das Unternehmen nennt als Grund die anhaltend schwierige Lage am Immobilienmarkt.
Die Kombination aus stark gestiegenen Zinsen, hohen Baukosten und allgemeiner wirtschaftlicher Unsicherheit führte dazu, dass zahlreiche Bau- und Immobilienprojekte zum Stillstand kamen. In der Folge konnten mehrere Projektbetreiber ihre Kredite nicht mehr bedienen, was zu einer Reihe von Insolvenzen führte. Ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb der Plattform ist unter diesen Rahmenbedingungen nicht mehr möglich.
Behörden informiert, Lizenzen zurückgegeben
Rendity hat die zuständigen Aufsichtsbehörden bereits offiziell über die Schließung in Kenntnis gesetzt und die entsprechenden Gewerbeberechtigungen zurückgelegt. Damit endet das Neugeschäft des Wiener Unternehmens mit sofortiger Wirkung. Rund 37.000 Personen sollen laut „Kronen Zeitung“ über 157 Mio. Euro in mehr als 220 Immobilienprojekte investiert haben.
Trotz der Einstellung des operativen Geschäfts bleibt die technische Infrastruktur vorerst erhalten:
- Online-Zugang: Die Plattform bleibt voraussichtlich bis mindestens 31. Mai 2026 erreichbar.
- Auszahlungen: Anleger können sich weiterhin einloggen, ihre Daten einsehen und vorhandene Guthaben auf ihre hinterlegten Bankkonten auszahlen lassen.
- Einzahlungen: Neue Investitionen oder Einzahlungen auf das Rendity-Konto sind ab sofort nicht mehr möglich.
Empfehlung des Unternehmens: Anleger werden dringend gebeten, ihre vorhandenen Cash-Bestände zeitnah abzuheben und ihre persönlichen Unterlagen (Steuerbescheinigungen, Verträge) für die eigenen Akten zu sichern.