Krieg in Nahost: AUA startet Rettungseinsatz für gestrandete Crews
Nach der Eskalation im Nahen Osten streicht die AUA Flüge nach Israel. Gleichzeitig startet ein Sonderflug nach Muscat, um gestrandete Crews der Lufthansa-Gruppe sicher nach Wien zurückzubringen.
Die Lage im Nahen Osten verschärft sich weiter. Nach militärischen Angriffen ist der Luftraum über Israel für zivile Flugzeuge gesperrt, 5 Minuten hat berichtet. Die Austrian Airlines (AUA) hat daher alle Flüge von und nach Tel gestrichen. Gleichzeitig läuft eine groß angelegte Rückholaktion für gestrandete Airline-Crews.
AUA fliegt Rettungseinsatz für Lufthansa-Gruppe
Hunderte Piloten und Flugbegleiter internationaler Fluggesellschaften sind durch die Eskalation im Nahen Osten gestrandet. Der Flugverkehr nach Israel, Dubai oder Abu Dhabi ist derzeit massiv eingeschränkt oder vollständig eingestellt. Im Auftrag der Lufthansa-Gruppe startete die AUA am Sonntag, dem 1. März, einen Airbus A320neo (Kennung OE-LZN) von Wien nach Muscat im Oman, einem der wenigen Flughäfen in der Region, die aktuell noch mit vertretbarem Risiko angeflogen werden können. Die Maschine hob um 10.55 Uhr in Wien ab und erreichte Muscat am Abend nach rund sechs Stunden Flugzeit. Kurz vor 23 Uhr trat das Flugzeug den Rückflug an. An Bord befinden sich Mitarbeiter von Airlines der Lufthansa-Gruppe. Das bestätigte AUA-Sprecherin Barbara Greul. Geplant ist ein Tankstopp im ägyptischen Hurghada, bevor die Maschine weiter nach Wien fliegt. Die Landung wird für heute in der Früh erwartet. Aufgrund der angespannten Sicherheitslage kann sich die Route jedoch jederzeit ändern. Solche Spezialflüge werden üblicherweise ausschließlich mit freiwilligen Crews durchgeführt, sowohl im Cockpit als auch in der Kabine.
Warum zuerst Crews evakuiert werden
In sozialen Netzwerken sorgt teils Unverständnis dafür, dass zunächst Airline-Mitarbeiter und nicht Urlauber ausgeflogen werden. Die AUA verweist jedoch auf die Sorgfaltspflicht der Arbeitgeber gegenüber ihrem Personal. „Als Arbeitgeber haben die Airlines erstens eine Sorgfaltspflicht gegenüber ihrem Personal und zweitens wäre es auch schlichtweg unmöglich, zigtausende gestrandete Urlauber (allein in Dubai sollen 20.000 ausländische Touristen festsitzen, von den anderen betroffenen Ländern ganz zu schweigen) auf die Schnelle mit Sonderflügen via Muscat zu evakuieren – zumal diese Menschen auch alle erst einmal nach Muscat kommen müssten. Die anderen Airlines verfahren ebenso und evakuieren im ersten Schritt ausschließlich ihr Personal,“ so die AUA.
Sicherheitslage bleibt unberechenbar
Die Situation in der Region ist dynamisch. Mehrere Staaten haben ihren Luftraum geschlossen. Experten gehen davon aus, dass die Einschränkungen länger andauern könnten. Sollte sich die Lage weiter verschärfen, könnte selbst Muscat als Ausweichflughafen nicht mehr sicher anfliegbar sein.
Update: Evakuierungsflug aus Muscat sicher gelandet
In den frühen Morgenstunden um 4.17 Uhr landete der A320neo wieder sicher auf dem österreichischen Hauptstadt-Airport VIE.