Walter Temmer in Dubai: „Nicht alles glauben, hier ist es sehr sicher“
Nach Berichten über einen iranischen Angriff auf Dubai sorgt vor allem das Luxushotel Burj Al Arab für Schlagzeilen. Unternehmer Walter Temmer befindet sich derzeit vor Ort und schildert 5 Minuten exklusiv seine Sicht der Lage.
Nach Berichten über einen mutmaßlichen iranischen Drohnenangriff auf Dubai und dramatischen Social-Media-Videos sorgt ein möglicher Brand beim Luxushotel Burj Al Arab weltweit für Aufsehen. Rund 17.000 Österreicher befinden sich laut Außenministerium aktuell in der Region. 5 Minuten hat exklusiv mit Unternehmer Walter Temmer gesprochen, der sich derzeit vor Ort befindet.
Bilder von brennenden Fassaden und Unruhen
Die Bilder gingen um die Welt: Rauch über Dubais Skyline, dramatische Videos, brennende Fassaden. Besonders im Fokus: das ikonische Luxushotel Burj Al Arab, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Vereinigten Arabischen Emirate. Laut internationalen Berichten soll es im Zuge eines mutmaßlichen iranischen Angriffs zu einer Rauchentwicklung gekommen sein.
Walter Temmer: „Uns geht es sehr gut“
Während online von „Raketen auf Dubai“ und „Wolkenkratzer in Flammen“ die Rede ist, klingt es vor Ort deutlich nüchterner. „Uns geht es sehr gut“, sagt Unternehmer und Millionär Walter Temmer im Gespräch mit 5 Minuten. „Wir sitzen gerade bei unserer dritten Flasche Wein und genießen die Sonne.“ Temmer befand sich noch einen Tag vor dem Vorfall im Burj Al Arab, mit direkter Sicht auf das Geschehen. Seine Einschätzung: „Es gab eine kleine Rauchentwicklung, aber bei weitem nicht das, was in den Social Media dargestellt wird. Ich verstehe nicht, warum Influencer das so dramatisch zeichnen.“
Alltag statt Ausnahmezustand
Trotz der internationalen Schlagzeilen wirkt Dubai laut Temmer ruhig. „Heute war im Hotel so viel los, dass wir uns beim Frühstück sogar anstellen mussten.“ Von Panik oder Massenflucht keine Spur. Tatsächlich befinden sich laut österreichischem Außenministerium derzeit rund 17.000 Österreicher beruflich oder privat im Nahen Osten beziehungsweise in der Golfregion. Temmer selbst hatte bereits vor den jüngsten Entwicklungen einen früheren Hinflug gebucht. „Ich habe geahnt, dass es zu Unruhen kommen könnte.“ Angst habe er aber nach wie vor keine. „Dubai ist für mich einer der sichersten Orte überhaupt.“
Mehr Militärpräsenz sichtbar
Ob sich die Sicherheitslage verändert habe? „Ja, man sieht mehr Schiffe mit Flugabwehrsystemen und Raketenabwehr“, bestätigt Temmer. Für ihn sei das jedoch kein Grund zur Sorge. „Das ist für mich ein Zeichen hoher Sicherheit.“ Auch während des Ramadans gehe das Leben normal weiter. „Die Menschen leben ihren Alltag, genießen das Leben, gehen auf die Straße.“ Zur Frage der Rückreise bleibt er gelassen. „Wir haben gehört, dass die Regierung gestrandeten Personen den verlängerten Aufenthalt bezahlt. Freunde haben mir schon zum verlängerten Urlaub gratuliert. Dann bleiben wir eben länger.“
Zwischen Social Media und Realität
Die Situation im Nahen Osten bleibt angespannt, internationale Flugbewegungen sind weiterhin eingeschränkt. Sicherheitsexperten rechnen mit anhaltenden Störungen im Luftverkehr. Gleichzeitig zeigt sich vor Ort, laut Temmer, offenbar ein anderes Bild als jenes, das sich in sozialen Netzwerken verbreitet. Temmers Fazit: „Man darf nicht alles glauben, was man online sieht.“