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/ ©Montage: Canva
Eine Bildmontage auf 5min.at zeigt eine Zapfsäule und Hände, die Geldscheine abzählen.
Der Konflikt im Nahen Osten sorgt auch für einen Preisanstieg bei Rohöl, was sich auf die Sprit-Preise auswirkt.

Iran-Krieg treibt Sprit-Preise auch in Österreich in die Höhe

Auch für Österreich hat der Krieg im Nahen Osten Konsequenzen. Die Sprit-Preise verzeichnen einen nicht unerheblichen Anstieg. Wir haben mit einem Experten des ÖAMTC zur derzeitigen Lage gesprochen.

von Marlene Dorfer Das Foto auf www.5min.at zeigt Marlene Dorfer aus der Kärnten Redaktion.
3 Minuten Lesezeit(528 Wörter)

Die Militär-Angriffe zwischen den USA, Israel und dem Iran sorgten auch für Auswirkungen in Österreich. Flüge wurden gestrichen – wir berichteten. In Wien tagte ein Krisenstab. So einige Österreicher befinden sich im Ausland und teilen ihre aktuellen Erfahrungen. Doch auch vor den Sprit-Preisen macht der Konflikt nicht halt. Wer es bereits bemerkt hat – es gab einen Anstieg. Dominik Graf, Experte für Verkehrswirtschaft beim ÖAMTC, klärt im Gespräch mit 5 Minuten über die derzeitige Lage auf.

Sprit-Preise in Österreich gestiegen

Laut ÖAMTC liegen die Sprit-Preise am 1. März 2026 österreichweit für Diesel bei 1,551 Euro und für Super bei 1,493 Euro. Der Hauptpreistreiber sei vorrangig der Konflikt im Iran. Aktuell ist die Hauptroute des Welthandels – die Seestraße von Hormus – gesperrt. Diese ist für Öltanker nicht befahrbar. Laut Medienberichten, gäbe es Gefahren, dass die Schiffe dort angegriffen werden könnten. Der Transport von Rohöl ist daher eingeschränkt. „Diese zukünftige Angebotsverknappung wird schon an den Tankstellen sichtbar“, so Graf. Absehbar sei nicht, wie lange das dauern könnte. Wie die deutsche „tagesschau“ berichtet, könnte der Militäreinsatz laut Donald Trump rund vier Wochen dauern. Dennoch sei dies ungewiss.

Rohöl-Preisanstieg

Laut dem ÖAMTC-Experten, könnten sich im Minutentakt Dinge ergeben, die den Rohöl-Preis weiter steigen lassen. „Tankstellen bzw. Konzerne reagieren hier meist schnell darauf“, so Graf und betont, dass man auch Kritik üben könne: „Man kommt ja aus einer Rohöl-Tiefpreis-Situation. Das hat man in dem Ausmaß an den Tankstellen nicht gesehen. Aus unserer Sicht sollte es da einen gewissen Puffer geben. Dass der Preis nach oben geht, ist schon nachvollziehbar, aber deutliche zweistellige Cent-Beträge wären aus unserer Sicht nicht gerechtfertigt.“

Wann kam die Erhöhung der Sprit-Preise?

Graf teilt weiters mit, dass die Erhöhung seit den Konflikten mit den USA und dem Iran aufkam. „Ab da hat man eigentlich schon einen leichten Anstieg der Preise gesehen. Dann die Blockierung der wichtigen Seestraße, das hat das Ganze noch an die Spitze getrieben“, so der Experte. Zu einem spürbaren Anstieg kam es dann am vergangenen Wochenende, von Samstag auf Sonntag.

Empfehlung des ÖAMTC

Grundsätzlich darf der Sprit-Preis in Österreich nur einmal am Tag, um zwölf Uhr, angehoben werden, „da kann es sein, dass der Preis dann sehr hoch ist.“ Weshalb der ÖAMTC eine Empfehlung ausspricht: „Nicht genau nach zwölf Uhr zu tanken, denn da tankt man tendenziell am teuersten.“ Am besten wäre es, am Vormittag zu tanken und wenn man es sich einteilen kann, dann eher am Wochenende. Doch auch hier bestehen Unsicherheiten aufgrund des Konflikts im Nahen Osten. „Wenn beispielsweise am Freitag etwas passiert, kann es auch sein, dass der Sonntag kein günstiger Tag zum Tanken ist“, teilt der Experte mit. Der beste Tipp des ÖAMTC: Preisvergleich. Diesen kann man auf der Website oder auf E-Control einsehen. Auch eine Möglichkeit wäre es, laut Graf, beispielsweise auch nicht voll zu tanken, wenn man nur nach zwölf Uhr kann. Hier würde es sich anbieten, den Tank sonst auf den nächsten Tag aufzuteilen.

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