Österreicher nach Greenpeace-Aktion in Frankreich festgenommen
Ein Protest gegen russische Uran-Lieferungen endete für vier Greenpeace-Aktivisten am Montag in Polizeigewahrsam. Unter den Festgenommenen befindet sich auch eine Person aus Österreich.
Seit den frühen Morgenstunden blockierten etwa 20 Aktivisten im Hafen von Dünkirchen (Frankreich) den Frachter „Mikhaïl Dudin“, der aus St. Petersburg (Russland) eingetroffen war. Ziel der Aktion war es, auf die fortwährenden Nukleargeschäfte zwischen Frankreich und Russland aufmerksam zu machen. Laut Greenpeace finanziert dieser Handel indirekt den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Ermittlungsverfahren eingeleitet
Die Staatsanwaltschaft Dünkirchen bestätigte am Montag die Festnahme von drei Frauen und einem Mann aus Österreich, Deutschland und den Niederlanden, so heißt es in mehreren Medienberichten. Gegen die Gruppe wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Fokus:„Behinderung der Arbeitsfreiheit“.
Hintergrund: Strategische Abhängigkeit
Greenpeace kritisiert die Intransparenz der Verträge französischer Energiekonzerne wie EDF und Framatome mit dem russischen Staatskonzern Rosatom. Russland gilt weiterhin als weltweit führender Anbieter für Urananreicherung; im Jahr 2026 bleibt das Land ein kritischer Lieferant für westliche Atomkraftwerke, so in der Aussendung.