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Bild auf 5min.at zeigt das Landesgericht für Strafsachen in Wien.
In Wien wurde der PrivaFund-Betrugsfall prozessiert.

Krypto-Abzocke „Priva-Fund“: Haftstrafen und eine Flucht nach Dubai

Am Wiener Landesgericht für Strafsachen wurde über das Betrugssystem „PrivaFund“ verhandelt. Acht Männer standen vor Gericht, weil sie über zwei Jahre lang rund 7.500 Menschen um fast 12 Millionen Euro betrogen haben sollen.

von Amélie Meier Das Foto auf www.5min.at zeigt die Mitarbeiterin Amelie Meier von 5min.at
1 Minute Lesezeit(201 Wörter)

Den Kunden wurden tägliche Gewinne von 0,5 Prozent auf Krypto-Investitionen versprochen, doch laut Anklage finanzierten die Täter mit dem Geld stattdessen ihren eigenen Luxus. Der mutmaßliche Haupttäter, ein 28-jähriger Kärntner, erschien nicht zum Prozess, da er nach einem Hafturlaub im November nach Dubai geflüchtet ist. Sein Verfahren wird deshalb später extra nochmal verhandelt.

Kärntner erhielt bedingte Strafe

Ein 26-jähriger Mittäter, ebenfalls aus Kärnten, erhielt eine zusätzliche bedingte Strafe von 21 Monaten. Ein 31-jähriger Wiener wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, wobei dieses Urteil durch eingelegte Rechtsmittel noch nicht rechtskräftig ist, berichtet die Kleine Zeitung. Drei weitere Angeklagte wurden im Zweifel freigesprochen, da ihnen die bewusste Tatbeteiligung nicht sicher nachgewiesen werden konnte. Zwei weitere Männer blieben dem Prozess ebenfalls fern, weshalb auch ihre Fälle separat verhandelt werden müssen. Bis zu einer endgültigen Verurteilung gilt für alle Beteiligten weiterhin die Unschuldsvermutung.

Beide Kärntner bereits verurteilt

Die beiden angeklagten Kärntner sind bereits amtsbekannt. So wurden sie im Betrugsprozess rund um die Causa EXW verurteilt. Sie fassten am Landesgericht Klagenfurt im Oktober 2024 mehrjährige, teilbedingte Haftstrafen aus.

Fakten zum PrivaFund-Betrug:

  • Das System: Ein betrügerisches Krypto-Anlagemodell, das über zweieinhalb Jahre betrieben wurde.

  • Das Versprechen: Anlegern wurden extrem hohe Gewinne von bis zu 0,5 % pro Tag auf ihre Krypto-Investitionen garantiert.

  • Der tatsächliche Schaden: Rund 7.500 Opfer verloren insgesamt mindestens 12 Millionen Euro, das sind nur die bewiesenen Zahlen.

  • Die Masche: Das Geld der Kunden wurde nicht investiert, sondern laut Anklage direkt für den luxuriösen Lebensstil der Hintermänner verwendet.

  • Hintergrund: Die Drahtzieher waren teilweise bereits in den ähnlichen EXW-Betrugsskandal verwickelt.

  • Haupttäter: Als Kopf der Gruppe gilt ein Kärntner, der während eines Hafturlaubs nach Dubai flüchtete und dort untergetaucht ist.

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