Nach Schlepperfahrt: 26-Jähriger liefert sich wilde Jagd mit Polizei
Spektakuläre Szenen haben sich am Dienstagabend im Grenzgebiet zwischen der Steiermark und dem Burgenland abgespielt: Zwei Schlepper wurden nach einer gefährlichen Flucht vor der Polizei im Bezirk Jennersdorf festgenommen.
Gegen 17.40 Uhr bemerkte eine Streife der Autobahnpolizei Rudersdorf ein Fahrzeug auf der A2 Süd Autobahn in Fahrtrichtung Wien, das im Bereich Riegersdorf als Geisterfahrer unterwegs war. Laut Polizei fuhr der Wagen anschließend auf die S7 Fürstenfelder Schnellstraße wieder in die richtige Fahrtrichtung auf. Die Beamten versuchten den Pkw anzuhalten – jedoch ohne Erfolg. „Der Fahrer entzog sich der Anhaltung und fuhr in Richtung Abfahrt Fürstenfeld weiter“, heißt es von der Polizei.
Mehrere Straßensperren durchbrochen
Der Lenker ignorierte auch eine kurzfristig errichtete Straßensperre. „Der Fahrer entzog sich der Anhaltung und fuhr in Richtung Abfahrt Fürstenfeld weiter, wo er auch eine sofort durch die Polizei errichtete Straßensperre durchbrach“, so die Polizei weiter. Die Verfolgung führte danach über Fürstenfeld bis nach Rudersdorf. Dabei durchbrach das Fahrzeug laut Polizei noch zwei weitere Sperren. „Ein Polizist musste sich mit einem Sprung zur Seite retten“, berichtet die Polizei. Zudem sei die Geschwindigkeit des flüchtenden Autos sowohl innerorts als auch außerorts permanent stark überhöht gewesen.
Festnahme kurz vor Ungarn
Erst kurz vor der Ausfahrt Eltendorf – in Fahrtrichtung Budapest bzw. der ungarischen Grenze – konnte der Fluchtwagen schließlich gestoppt werden. Der Fahrer, ein 26-jähriger indischer Staatsbürger, flüchtete zunächst zu Fuß, wurde jedoch wenig später festgenommen. Der 20-jährige Beifahrer aus Pakistan konnte bereits beim Fahrzeug angehalten werden.
Schleppung über Balkan-Route
„Die beiden Männer gaben bei einer ersten Befragung an, drei Erwachsene und ein Baby nach Triest geschleppt zu haben“, teilte die Polizei mit. Die Route führte laut ihren Angaben über die sogenannte Balkan-Küsten-Route über Kroatien, Slowenien und weiter nach Triest in Italien. Danach wollten die Männer laut eigenen Angaben das Fahrzeug nach Budapest bringen. Bei dem Vorfall wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt. Die Ermittlungen laufen derzeit noch.