Spritpreis-Explosion: OMV-Chef warnt vor leerem Tank in Österreich
Die Auswirkungen des Krieges im Iran treffen die österreichischen Autofahrer mit voller Härte an der Zapfsäule. Sowohl Benzin als auch Diesel haben Rekordwerte erreicht.
Landesweit sorgen die hohen Spritpreise für Unmut und Spekulationen über eine mögliche Bereicherung der Mineralölkonzerne. OMV-Generaldirektor Alfred Stern bezog dazu im „Ö1“-Mittagsjournal klar Stellung und verteidigte das Vorgehen seines Unternehmens.
Das sagt Stern
Stern trat den Vorwürfen entschieden entgegen, die OMV würde die Instabilität nutzen, um ihre Margen künstlich in die Höhe zu treiben. Er betonte, dass die Preisgestaltung an den Tankstellen eine direkte Folge der massiv gestiegenen Rohölpreise auf dem Weltmarkt sei. Die OMV agiere hier lediglich im Rahmen der marktüblichen Mechanismen und bereichere sich nicht an der Notlage der Konsumenten.
Vorschlag für den Ernstfall
Besonders beunruhigend war Sterns Einschätzung zur Versorgungssicherheit. Er könne nicht garantieren, dass der Treibstoff für das gesamte Jahr reiche. Im schlimmsten Fall drohe Österreich eine echte Mangellage. Grund dafür ist unter anderem die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran. Da diese Lebensader des weltweiten Ölhandels derzeit gelähmt ist, gerät die globale Energieversorgung ins Stocken. Für den Fall, dass es tatsächlich zu einer physischen Treibstoffknappheit in Österreich kommen sollte, präsentierte Stern einen pragmatischen Lösungsansatz. Statt auf starre Regulierungen zu setzen, plädiert er für eine gezielte Steuerung des Verbrauchs.