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/ ©Fotomontage Canva
Das Bild auf 5min.at zeigt einen Lagocephalus sceleratus.
Der Hasenkopf-Kugelfisch enthält ein extrem starkes Nervengift und ist brandgefährlich.

Extrem giftiger Fisch vor Adriaküste: „Verzehr kann tödlich enden“

An der kroatischen Küste wurde in den letzten Tagen gleich zweimal ein extrem giftiger Fisch gefangen. Das kroatische Institut für Ozeanographie und Fischerei schlägt deshalb Alarm und warnt: "Der Verzehr kann tödlich enden."

von Gerrit Tscheru Das Bild auf 5min.at zeigt Gerrit Tscheru.
2 Minuten Lesezeit(324 Wörter)

Vor der kroatischen Adriaküste wurde in den vergangenen Tagen gleich zweimal ein extrem giftiger Fisch gefangen, wie das Institut für Ozeanographie und Fischerei in Kroatien (IZOR) informiert. Vor einigen Tagen wurde ein sogenannte Hasenkopf-Kugelfisch (Lagocephalus sceleratus) im südlichen Teil der Adria gefangen, am Freitag (13. März) folgte das nächste Exemplar in der Nähe von Split.

Verzehr kann tödlich enden – auch Anfassen gefährlich

Doch was macht das unscheinbar wirkende Tier so gefährlich? Wie die Experten von IZOR erklären, enthält der invasive Fisch das extrem starke Nervengift Tetrodotoxin. Dieses Gift hat es in sich: Bei Verzehr des Fischs kann es schwere Vergiftungen auslösen – und im schlimmsten Fall sogar tödlich sein. Die Experten raten daher dringend davon ab, den Fisch zu essen. Auch beim Anfassen ist Vorsicht geboten: Der Kugelfisch besitzt kräftige Kiefer mit sehr scharfen Zähnen, ein Biss kann ernsthafte Verletzungen verursachen.

Ist dir schon einmal ein gefährliches Tier begegnet?

Ja, an Land.
Ja, im Wasser.
Nein, zum Glück noch nie.
Ich bin mir nicht sicher.

Kugelfisch kommt selten vor – wird aber immer häufiger

Der Silberstreifen-Kugelfisch gilt in der Adria derzeit noch als relativ seltener Gast. Die IZOR-Wissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass sich seine Bestände künftig weiter ausbreiten könnten. Ein Grund dafür ist die sogenannte „Tropikalisierung“ des Meeres. Dabei verändert sich durch steigende Wassertemperaturen und neue Wanderwege die Zusammensetzung der Arten. Immer häufiger tauchen dadurch tropische oder ursprünglich fremde Fischarten im Mittelmeer auf.

Weitere invasive Arten auf dem Vormarsch

Der Silberstreifen-Kugelfisch ist nicht die einzige invasive Gefahr: Neben ihm breitet sich derzeit beispielsweise auch der Feuerfisch stark in der südlichen und mittleren Adria aus, wie die Experten von IZOR berichten. Das Institut nimmt das Auftauchen solch gefährlicher Arten sehr ernst und bittet Fischer und Badegäste um Mithilfe: Wer einen solchen Kugelfisch entdeckt oder fängt, soll den Fund melden. Nur so könne verfolgt werden, wie sich solche invasiven Arten im Adriaraum ausbreiten.

Über den Hasenkopf-Kugelfisch:

Der Hasenkopf-Kugelfisch ist ein stark giftiger Meeresfisch, der ursprünglich aus dem Indopazifik stammt und sich in den vergangenen Jahren im Rahmen der Lessepsschen Migration auch im Mittelmeer ausbreitet. Dabei handelt es sich um einen invasionsbiologischen Austauschvorgang von Lebewesen zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer über den Suezkanal. Er kann bis zu 110 Zentimeter lang und mehrere Kilogramm schwer werden. Der Räuber ernährt sich vor allem von Fischen, Krebstieren und Weichtieren, die er mit seinen kräftigen, schnabelartigen Zähnen knackt. Sein Körper enthält das extrem starke Nervengift Tetrodotoxin, das bereits in kleinen Mengen schwere Vergiftungen verursachen und bei Verzehr zum Tod führen kann.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 14.03.2026 um 20:48 Uhr aktualisiert
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