Alfred Noll ist tot
Alfred Noll ist verstorben. Am Montag hat er im Alter von 66 Jahren seine Augen für immer geschlossen.
Österreich verliert einen seiner profiliertesten Rechtsdenker: Alfred Noll ist am Montag verstorben. Der Jurist, Autor und ehemalige Politiker wurde 66 Jahre alt. Sein Tod wurde von seiner Wiener Kanzlei bestätigt, berichtet der Kurier.
Ein ungewöhnlicher Lebensweg
Nolls Karriere war geprägt von Vielseitigkeit und intellektuellem Biss. 1960 in Salzburg geboren, schlug er zunächst einen handwerklichen Weg als Fernmelde-Techniker ein. Erst später folgte das Jus-Studium, das ihn 1992 als Anwalt nach Wien führte. Dort spezialisierte er sich auf Medien- und Urheberrecht und erlangte unter anderem durch seine Arbeit an der prominenten Kunstrestitutions-Causa um Gustav Klimts „Amalie Zuckerkandl“ Bekanntheit. Alfred Noll war nicht nur in der Politik aktiv, sondern auch ein angesehener Fachmann in der Wissenschaft und im Verlagswesen.
Wichtiges Mitglied der Wiener Rechtsanwaltskammer
Er gründete wichtige juristische Zeitschriften und war über 20 Jahre lang ein wichtiges Mitglied der Wiener Rechtsanwaltskammer. Aufgrund seiner großen Fachkenntnisse wurde ihm im Jahr 2013 der Titel Universitätsprofessor verliehen. Privat war Noll Vater von zwei Zwillingstöchtern.