Social Media-Verbot ist fix: Was jetzt genau kommen soll
Nach zähem Ringen hat sich die Regierung zur Einführung eines Social-Media-Verbots bis 14 Jahre durchgerungen.
Die Regierung ist sich einig: Das Social Media-Verbot bis zum Alter von 14 Jahren wird in Österreich kommen. Dieser Einigung sind lange Debatten und ein zähes Ringen vorausgegangen. Im Rahmen einer Pressekonferenz meint Vizekanzler Andreas Babler nun: „Es ist ein guter Tag für Kinder in unserem Land. Wir werden entschlossen vor den negativen Auswirkungen von Social Media-Plattformen schützen.“ Kinder würden in der digitalen Welt alleine gelassen werden, Risiken von exzessiver Social Media-Nutzung würden über Sucht bis hin zu Einsamkeit reichen.
Regierung will Kindern „ein sicheres, ein gesundes Aufwachsen“ sichern
„Wir schauen nicht zu, wie die Plattformen unsere Kinder süchtig und krank machen“, so Babler. Daher werde man die Social Media-Nutzung für Kinder bis zu 14 Jahren einschränken. Man greife ein, „um unseren Kindern ein sicheres, ein gesundes Aufwachsen zu sichern.“ Das wolle man durch klare Regeln für Plattformen erreichen. Das wünsche man sich zwar europaweit, das Problem würde man aber vorerst in Österreich auf nationaler Ebene lösen.
Was hältst du von einer Altersgrenze für Social Media?
„Wir geben den Kindern und Jugendlichen ihre Kindheit zurück“
Auch Digitalisierungs-Staatssekretär Alexander Pröll weiß: „Wir geben den Kindern und Jugendlichen ihre Kindheit zurück.“ Für die Social Media-Nutzung gibt es ein Mindestalter von 14 Jahren, bis Ende Juni soll nun ein nationaler Gesetzesentwurf unter Einbeziehung von Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen ausgearbeitet werden. Dabei möchte man auch eine Altersverifikation verwenden, wo das Alter bestätigt werden kann, ohne persönliche Daten preiszugeben. Sollte es keine europäische Lösung geben, kann man sich auch eine eigene Lösung vorstellen, die datenschutzkonform ist.
Wie lang die Umsetzung nun dauern soll
Die technische Umsetzung sei dann der nächste Schritt. Ein erster Entwurf ist bis zum Sommer geplant. Über den Sommer gehe man dann jedenfalls in die Gesetzeskonformität über. Danach möchte man das „relativ schnell“ auch durchbringen, so Babler. Allerdings müsse das erst von der EU notifiziert werden. „Das dauert in der Regel drei bis sechs Monate“, meint der Vizekanzler. Plattformen, die vom Verbot genau betroffen sein sollen, wurden in der Pressekonferenz nicht genannt, es gehe aber um jene, die für Kinder „brandgefährliche“ Algorithmen haben, die zum weiterscrollen animieren.
„Schutz alleine reicht nicht“
Gleichzeitig möchte man die Medienkompetenz stärken. Denn, so Pröll: „Schutz alleine reicht nicht.“ Junge Menschen würden sich größtenteils über online-Plattformen informieren, wo sie oft nicht die richtigen Informationen bekommen, so Babler. Dazu wird ein neues Schulfach eingeführt, Latein gekürzt. Alles dazu auch hier: Jetzt fix: Bei diesem Unterrichtsfach wird gekürzt.