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/ ©Montage: Canva
Eine Bildmontage auf 5min.at zeigt 20 Euro Scheine vor einem Supermarktregal.
Während der Lebensmittelhandel leicht zulegen konnte, kämpfen andere Branchen weiterhin mit der Kaufkraftschwäche.

Einzelhandelsumsatz sinkt im Februar real um 0,3 Prozent

Obwohl der österreichische Einzelhandel im Februar 2026 nominell um 0,9 Prozent mehr umsetzte, blieb nach Abzug der Teuerung ein reales Minus von 0,3 Prozent.

von Nadia Alina Gressl Bild auf 5min.at zeigt Nadia Alina Gressl
2 Minuten Lesezeit(326 Wörter)

Der österreichische Einzelhandel zeigt derzeit ein gemischtes Bild. „Der heimische Einzelhandel konnte im Februar 2026 nominell 0,9 Prozent mehr Umsatz erwirtschaften als ein Jahr zuvor. Die erzielten Umsätze ergaben inflationsbereinigt allerdings ein leichtes Minus von 0,3 Prozent“, so Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria.

Stabile Zahlen im Lebensmittelhandel

Ausschlaggebend für die stabilen Zahlen war vor allem der Lebensmittelhandel. Hier stiegen die Umsätze nominell um 2,8 Prozent und lagen selbst nach Abzug der Teuerung noch mit 0,4 Prozent im Plus. Deutlich schwieriger war die Lage beim Verkauf von sogenannten Nicht-Nahrungsmitteln (wie Kleidung oder Technik): Dieser Bereich rutschte sowohl beim Geldwert (minus 0,2 Prozent) als auch bei der tatsächlichen Menge der verkauften Waren (minus 0,9 Prozent) ins Minus. Das geht aus einer Aussendung der Statistik Austria hervor.

Blick zurück auf den Jahresstart

Im Jänner 2026 war die Stimmung im gesamten Handel noch gedrückter. Insgesamt wurde ein Umsatzminus von 1,9 Prozent verzeichnet. Besonders hart traf es den Großhandel (minus 3,8 Prozent) und den Verkauf von Autos (minus 3,5 Prozent). Lediglich der klassische Einzelhandel konnte sich bereits im Jänner mit einem realen Plus von 0,9 Prozent etwas abheben.

Dienstleister im Plus

Freundlicher sah es im Jänner bei den Dienstleistungsunternehmen aus, die insgesamt 0,9 Prozent mehr einnahmen als im Vorjahr. Besonders kräftig stiegen die Umsätze in diesen Bereichen:

  • Immobilien: Ein Plus von 5,2 Prozent im Grundstücks- und Wohnungswesen.
  • Tourismus: Die Gastronomie und Beherbergung legten um 4,0 Prozent zu.
  • Einen deutlichen Rückschlag erlitten hingegen wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, die ein Minus von 4,6 Prozent verkraften mussten.

Rainer Will: Es brauche Entlastung

„Österreich zählt zu den Schlusslichtern bei der Wirtschaftsstimmung – und das Finanzministerium diskutiert ernsthaft über neue Steuern. Das ist das völlig falsche Signal zur falschen Zeit“, sagt Rainer Will, Geschäftsführer des freiwilligen, überparteilichen und unabhängigen Handelsverbandes. „In dieser schwierigen Situation braucht es Entlastung statt neuer Belastungen. Wir appellieren an die Bundesregierung, auf zusätzliche Abgaben wie die neue Plastiksteuer zu verzichten.“

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 08.04.2026 um 10:52 Uhr aktualisiert
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