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/ ©Fotomontage Canva
Das Bild auf 5min.at zeigt ein Insolvenzschild vor einem Hintergrund mit viel Essen.
Das Unternehmen ist auf die Herstellung von Convenience- und Fertigprodukten für Gastronomie und Industrie spezialisiert.

Insolvenz bei „Food-Firma“ aus Oberösterreich: 1,35 Mio. Euro Schulden

Strauss Food Service GmbH hat beim Landesgericht Ried im Innkreis ein Sanierungsverfahren beantragt. Die Insolvenz wurde zwar noch nicht eröffnet, doch die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist angespannt.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
1 Minute Lesezeit(248 Wörter)

Das Unternehmen Strauss Food Service GmbH ist auf die Herstellung von Convenience- und Fertigprodukten für Gastronomie und Industrie spezialisiert und beschäftigt aktuell 12 Mitarbeiter.

1,35 Millionen Euro Schulden

Die finanzielle Situation ist deutlich angespannt: Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund 1,35 Millionen Euro. Betroffen sind neben Banken vor allem Lieferanten, insgesamt etwa 60 Gläubiger. Zudem ist ein Teil des Anlagevermögens fremdfinanziert, etwa durch Leasing oder Eigentumsvorbehalte. Auch eine Liegenschaft ist mit Pfandrechten belastet.

Gründe: Krise, Kosten und alte Verträge

Die Ursachen für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind vielschichtig. Neben den langfristigen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie schlagen vor allem die gestiegenen Kosten infolge des Ukraine-Krieges zu Buche. Ein zentrales Problem: Langfristige Lieferverträge, bei denen Preissteigerungen nicht rasch genug weitergegeben werden konnten. Dadurch geriet das Unternehmen zunehmend unter finanziellen Druck. Trotz bereits eingeleiteter Maßnahmen zur Restrukturierung und Effizienzsteigerung konnte keine außergerichtliche Lösung erzielt werden.

Hoffnung auf Fortführung

Trotz der angespannten Lage besteht noch Hoffnung: Das Unternehmen verfügt weiterhin über laufende Aufträge und bestehende Geschäftsbeziehungen, die eine Fortführung des Betriebs ermöglichen sollen. Im Rahmen des Sanierungsverfahrens wird den Gläubigern eine Quote von 20 Prozent angeboten, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Ziel ist es, den Betrieb zu stabilisieren und langfristig zu erhalten. Ob das Sanierungsverfahren tatsächlich eröffnet wird, ist derzeit noch offen. Klar ist jedoch: Die kommenden Wochen werden entscheidend dafür sein, ob das Unternehmen die Wende schafft.

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