Urteil nach Schlepperjagd: Drei Jahre Haft für Unfall-Fahrer
Nach der wilden Verfolgungsjagd in Andau, die mit elf Verletzten an einer Hausmauer endete, gibt es nun ein Urteil. Der Lenker muss für drei Jahre hinter Gitter.
Der folgenschwere Vorfall ereignete sich in der Nacht auf Montag, 12. Oktober 2025, am Grenzübergang Andau. Ein pakistanischer Staatsbürger ignorierte kurz nach Mitternacht die Anhalteversuche der ungarischen Polizei und raste über die Grenze nach Österreich. Die Flucht endete im Ortsgebiet von Andau, wo der Wagen frontal gegen die Mauer eines landwirtschaftlichen Gebäudes krachte. Wir haben berichtet: Crash im Burgenland: Schlepper flüchtet vor Polizei – elf Verletzte.
Urteil: Drei Jahre Haft
Wie nun aus mehreren Medienberichten hervorgeht, zeigte sich der Täter vor Gericht umfassend geständig. Er gab an, den Schlepperauftrag aus finanzieller Not angenommen zu haben. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Haftstrafe von drei Jahren. Der Mann besaß ebenso keinen gültigen Führerschein.
Schwere Verletzungen und Hubschraubereinsatz
Der Aufprall war so heftig, dass der Fahrer im völlig demolierten Wrack eingeklemmt wurde und von der Feuerwehr befreit werden musste. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Wiener Neustadt geflogen. Im Fahrzeug befanden sich zudem zehn Personen, die illegal über die Grenze gebracht werden sollten: Sieben afghanische Staatsbürger, drei türkische Staatsbürger. Darunter zwei Kinder im Alter von sieben und zehn Jahren. Alle Insassen wurden bei dem Crash verletzt und auf Krankenhäuser in Eisenstadt sowie Wien (Donauspital, AKH) aufgeteilt.