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/ © kk & ORF/Roman Zach-Kiesling
Auf dem Foto von www.5min.at sieht man Roland Weißmann und den ORF.
Roland Weißmann wird entlassen.

ORF trennt sich endgültig von Roland Weißmann

Die Untersuchung der Vorwürfe gegen den ehemaligen ORF-Generaldirektor Roland Weißmann ist abgeschlossen. Das Dienstverhältnis wurde beendet.

von Nadia Alina Gressl Bild auf 5min.at zeigt Nadia Alina Gressl
2 Minuten Lesezeit(268 Wörter)

Nachdem Roland Weißmann am 8. März 2026 von seinem Amt als Generaldirektor zurückgetreten war, veranlasste die interimistische Leiterin Ingrid Thurnher eine umfassende Prüfung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Nun liegt das Ergebnis der Compliance-Stelle und externer Experten vor. Obwohl keine sexuelle Belästigung im rechtlichen Sinn festgestellt wurde, beendet der ORF das Dienstverhältnis aufgrund verletzter Compliance-Standards. Das geht aus einer aktuellen Aussendung hervor.

Keine strafrechtliche Belästigung

„Sexuelle Belästigung ist im österreichischen Recht klar definiert. Auf Basis der Befragungen und der Unterlagen hat die Compliance-Stelle festgestellt, dass eine sexuelle Belästigung im rechtlichen Sinn im konkreten Fall nicht vorliegt“, so in der Aussendung. Dennoch sieht der ORF die internen Compliance- und Ethik-Standards als verletzt an. Von Führungskräften werde ein hohes Maß an Integrität erwartet, um jeden Anschein eines unangemessenen Verhaltens zu vermeiden. Da dieses Verhalten geeignet sei, dem Ansehen des Unternehmens zu schaden, wird das Angestellten-Dienstverhältnis mit Weißmann unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist aufgelöst. „Sowohl Roland Weißmann als auch die betroffene Mitarbeiterin haben sich der Befragung durch die Compliance-Stelle freiwillig gestellt. Außerdem haben beide Seiten Unterlagen vorgelegt, um ihren jeweiligen Standpunkt zu untermauern“, heißt es.

Für das Vertrauen der Österreicher

„Ich bedanke mich bei Roland Weißmann für seinen Einsatz und seine langjährigen Leistungen für den ORF. Aber um das Vertrauen der Österreicherinnen und Österreicher in die Programme des ORF abzusichern, ist eine rasche und konsequente Aufarbeitung der offenen Compliance- und Governance-Themen von großer Bedeutung“, so ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher.

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