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/ ©Pexels / Karolina Grabowska
Symbolfoto zu einem Beitrag von 5min.at: Eine Frau hält ein Handy und eine Kreditkarte in der Hand
Derzeit sind bereits knapp 100 derartige Fälle mit einem Gesamtschaden von rund einer halben Million Euro bekannt.

Schon 500.000 Euro Schaden: Bundeskriminalamt warnt jetzt vor Betrugswelle

Kriminelle nutzen derzeit die Verlängerung von ID-Austria-Zertifikaten gezielt für Betrugsversuche aus. Mit täuschend echten SMS und Anrufen versuchen sie, an persönliche Daten zu gelangen.

von Anja Mandler
1 Minute Lesezeit(163 Wörter)

In den kommenden Monaten müssen rund 300.000 Nutzer ihre ID-Austria-Zertifikate verlängern – genau diese Situation nutzen derzeit Kriminelle gezielt aus. Das Bundeskriminalamt warnt vor einer Betrugsmasche, bei der Betroffene mit täuschend echten SMS kontaktiert werden.

Betrüger am Werk: Bundeskriminalamt warnt ID-Austria-Nutzer

Die Nachrichten geben vor, von ID Austria zu stammen, und fordern zur Aktualisierung von Zugangsdaten auf. Wer darauf reagiert, wird häufig von angeblichen Bankmitarbeitern angerufen. Im Gespräch wird versucht, die Opfer unter Druck zu setzen und zur Preisgabe sensibler Daten zu bewegen. In vielen Fällen werden die Betroffenen sogar dazu gebracht, eine Fernwartungssoftware zu installieren, wodurch die Täter direkten Zugriff auf Smartphone oder Computer erhalten.

Betrugswelle: Bisher rund 500.000 Euro Schaden

Auf diese Weise können die Kriminellen eigenständig Überweisungen durchführen und Geld auf ihre eigenen Konten transferieren. Laut aktuellen Angaben sind bereits rund 100 Fälle mit einem Gesamtschaden von etwa einer halben Million Euro bekannt.

Präventionsempfehlungen der Polizei

• Prüfen Sie den Absender von Nachrichten nach. Weißt er seltsame Schreibweisen, Zahlen oder Ergänzungen auf?
• Prüfen Sie jeden Link sorgfältig, bevor Sie ihm folgen! Meist ist es besser, die Seiten direkt aufzurufen, anstatt einem Link zu folgen.
• Verwendung Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung!
• Seien Sie bei Nachrichten von unbekannten Absendern skeptisch!
• Bankmitarbeitende fragen Sie nie nach persönlichen Daten oder TANs!
• Lassen Sie sich nicht durch angedrohte Konsequenzen unter Druck setzen!

Maßnahmen im Schadensfall

• Ändern Sie ihre Zugangsdaten und Passwörter!
• Lassen Sie unverzüglich Ihre Online-Banking-Dienste bzw. Ihr Bankkonto und Bankkarten sperren!
• Erstatten Sie im Schadensfall Anzeige bei der Polizei!
• Überwachen Sie Ihre Kontobewegungen und dokumentieren Sie die Zahlungs- und Kontoinformationen der Betrüger!
• Bei Betrugsverdacht können Sie sich an die Cybercrime-Meldestelle des Bundeskriminalamtes unter against-cybercrime@bmi.gv.at wenden! Diese Meldung ersetzt aber nicht die Anzeige!

Typische Warnsignale

• Der Text der Nachricht weist auf einen dringenden Handlungsbedarf hin.
• Der dringende Handlungsbedarf ist auch gleich mit angedrohten Konsequenzen verbunden.
• Sie werden aufgefordert, vertrauliche Informationen bekannt zu geben oder einem Link zu folgen.
• Obwohl Personen, Firma oder Behörde Ihnen bekannt erscheinen, ist die Aufforderung des Absenders ungewöhnlich.
• Die Anrede in der Nachricht ist unpersönlich („Sehr geehrter Kunde oder Nutzer“).

Hast du schon einmal eine Betrugs-SMS bekommen?

Einmal.
Ich bekomme solche Nachrichten ständig.
Nein, zum Glück noch nie!
Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 08.04.2026 um 17:13 Uhr aktualisiert
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