„Sie steckten hüfttief im Schnee“: Wanderer per Hubschrauber gerettet
Zwei schwedische Wanderer gerieten am Mittwochnachmittag am Gamskarkogel in eine brenzlige Situation: Hüfttief versunken im Schnee mussten die 20- und 21-Jährigen von einem Polizeihubschrauber gerettet werden.
Die Bergrettungsortsstelle Bad Hofgastein wurde um 15.32 Uhr alarmiert. Die Schweden befanden sich auf der Sommerwanderroute Nr. 513 am Gamskarkogel auf rund 2.000 Meter Seehöhe, als einer der beiden einen Notruf absetzte. „Sie steckten hüfttief im Schnee“, schildert Einsatzleiter Roman Brandstetter.
Wanderer blieben in Bad Hofgastein auf rund 2.000 Meter im Schnee stecken
Die beiden dürften einem GPS-Track gefolgt sein, vermutet der Bad Hofgasteiner Bergretter. Die Markierung des Wanderwegs oberhalb der Rastötzenalm (rund 1.730 Meter Seehöhe) war tief verschneit und der Steig deshalb nicht ersichtlich. Am Palmwochenende und in der Osterwoche hat es immer wieder geschneit, und auf einer Seehöhe ab 1.800 Meter liegt noch sehr viel Schnee. In der Nähe des Einsatzortes sind bereits Lawinen abgegangen.
Wanderer von Polizeihubschrauber gerettet
Die Wanderer waren mit Trailrunningschuhen ausgerüstet. Der junge Mann, der seine Schuhe im Schnee verloren hat, alarmierte mit seinem Handy die Einsatzkräfte. Allerdings konnte er danach nicht mehr erreicht werden, vermutlich war der Akku des Mobiltelefons leer. Glücklicherweise befand sich der Polizeihubschrauber Libelle wegen eines Lawineneinsatzes in Sportgastein noch im Gasteinertal. Die Besatzung konnte die Rettungsaktion am Gamskarkogel mittels Taubergung abwickeln. Sechs Bergrettungskräfte der Ortsstelle Bad Hofgastein hielten sich in Bereitschaft.