Handyrechnung gestiegen? So holt ihr euch bis zu 240 Euro zurück
Seit dem 1. April müssen viele Handy-Nutzer in Österreich höhere Gebühren zahlen. Was viele aber nicht wissen: Eigentlich würden sie selbst noch Geld von den Mobilfunkbetreibern zurück bekommen.
Seit dem 1. April 2026 müssen viele Handy-Nutzer in Österreich tiefer in die Tasche greifen. Hintergrund sind vertragliche Wertsicherungsklauseln, welche Anbietern erlauben, ihre Gebühren an die Inflation anzupassen. So steigen bei A1 und Magenta zahlreiche Tarife um etwa 3,5 Prozent. Bei Drei kann die Erhöhung je nach Vertrag sogar stärker ausfallen. Mehr dazu unter: Ab April: Diese Mobilfunker erhöhen ihre Tarife
Handybetreiber schulden euch Geld
Ein guter Anlass, um sich einen Teil des gezahlten Geldes von den Handybetreibern zurück zu holen. Gemeint ist damit die Servicepauschale, welche seit dem Jahr 2011 von den meisten Mobilfunkanbietern einmal jährlich erhoben wurde. Mehreren Gerichtsurteilen zufolge ist diese aber rechtswidrig. Aufgrund dessen laufen bereits ein Verbandsverfahren der Arbeiterkammer sowie unzählige Einzelklagen.
Viele Handy-Kunden fordern ihr Geld nicht zurück
Ob aus Unwissenheit oder anderweitigen Gründen: Fakt ist, dass viele Betroffene die Servicepauschale nie zurückverlangt haben. Dabei handelte es sich um 20 bis 35 Euro pro Jahr. Das geht aus Berichten der Kronen Zeitung sowie heute.at hervor. Den Tageszeitungen liegt auch eine Bilanz des Rechtsanwalts Matthias Strohmayer vor. Der Wiener führte im vergangenen Jahr rund 2.500 Gerichtsverfahren gegen die besagten Dienstleister. Drei musste beispielsweise Rückzahlungen von 1,5 Millionen Euro leisten – das sind 240 Euro pro Mandant. Wer eine Servicepauschale entrichtet hat, kann sie hier kostenlos zurückfordern – selbst nach Vertragsende.