28-Jährige am Ende ihrer Kräfte: Rettungseinsatz am Großglockner
Eine alpine Bergtour am Großglockner forderte am Sonntagabend vollen Einsatz der Rettungskräfte. Eine 28-jährige Frau und ihr 31-jähriger Begleiter, beide aus Österreich, starteten bereits um 5.45 Uhr beim Lucknerhaus in Kals.
Beide waren mit kompletter Schi- und Hochtourenausrüstung ausgestattet. Bereits beim Aufstieg verschlechterten sich bereits bestehende medizinische Probleme der 28-Jährigen, woraufhin beide die Bergtour jedoch nicht abbrachen und weiter Richtung Gipfel des Großglockners aufstiegen, welchen sie gegen 13Uhr erreichten.
Situation spitzte sich immer weiter zu
Aufgrund der vorherrschenden Schneeverhältnisse gestaltete sich die Schiabfahrt äußerst schwierig und anstrengend, teilt die Polizeiinspektion Lienz mit. Bei beiden Alpinisten setzte fortwährend Erschöpfung ein, wobei sich auch die medizinischen Probleme der 28-Jährigen zunehmend verschlechterten. Gegen 20.10 Uhr kam die Frau aufgrund ihres Erschöpfungszustandes auf einer Seehöhe von 2.700 Meter, unterhalb der Stüdlhütte, nicht mehr weiter, woraufhin der 31-Jährige einen Notruf absetzte und die Rettungskette in Gang setzte.
Hohe Lawinengefahr
Aufgrund der sehr hohen Lawinengefahr (stark durchfeuchtete Schneedecke) wurde der Notarzthubschrauber „RK1“ aus Kärnten angefordert, welcher die beiden Alpinisten gegen 21 Uhr mittels Windenrettung in Richtung Tal abtransportieren konnte, heißt es weiter. Dort wurden sie von einer Streife der Polizeiinspektion Matrei in Osttirol unverletzt entgegengenommen. Beide benötigten vorerst keine weitere ärztliche Behandlung. Im Einsatz standen die Bergrettung Kals am Großglockner, der Notarzthubschrauber „RK1“, sowie eine Streife der Polizei Matrei in Osttirol und die Alpinpolizei.