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Bild auf 5min.at zeigt Fortschritte bei der Wings for Life World Run
Der große Flagship Run in Wien ist bereits restlos ausverkauft.

Wings for Life World Run: „Nicht mehr die Frage ob, sondern wann“

Am 10. Mai 2026 startet der größte Charity-Lauf der Welt in eine neue Runde. Ziel ist es, Querschnittslähmung heilbar zu machen – und die Forschung macht derzeit riesige Sprünge.

von Nadia Alina Gressl Bild auf 5min.at zeigt Nadia Alina Gressl
2 Minuten Lesezeit(322 Wörter)

In weniger als einem Monat, am 10. Mai 2026, findet der zwölfte Wings for Life World Run statt. Das Besondere: Hunderttausende Menschen starten weltweit zeitgleich, um Geld für die Heilung von Querschnittslähmung zu sammeln. Wie die Wings for Life Stiftung in einer Presseaussendung mitteilt, zeigen die investierten Gelder nun ganz konkrete Erfolge in der Medizin.

Durchbruch bei Hand- und Armfunktionen

Ein Forschungsteam der University of Texas konnte durch elektrische Stimulation des Vagusnervs beachtliche Ergebnisse erzielen. Laut Michael Kilgard ließen sich Lernprozesse im Nervensystem so massiv verstärken: „In Experimenten haben wir festgestellt, dass wir die Anzahl der Nervenzellen, die im Gehirn für den Bewegungsapparat zuständig sind, sogar verdreifachen konnten. Und das in nur einer Woche.“ Auch ein neuer Wirkstoff wird derzeit in klinischen Studien untersucht. In einer von Wings for Life ko-finanzierten Studie unter Leitung von Monica Perez (Shirley Ryan AbilityLab in Chicago) wird der Wirkstoff NVG-291 getestet. Er soll Barrieren im Narbengewebe durchbrechen, die das Nachwachsen von Nervenfasern bisher verhindern. Erste Tests zeigen bereits verbesserte Signale zwischen Gehirn und Muskulatur – selbst Jahre nach einer Verletzung.

„Es ist nur noch eine Frage der Zeit“

Seit dem Start des Laufs im Jahr 2014 haben 1,8 Millionen Teilnehmer insgesamt 60,5 Millionen Euro erlaufen. Anita Gerhardter, Vorstandsvorsitzende der Stiftung, sieht die Forschung an einem Wendepunkt: „Heute können wir sagen: Es ist nicht mehr die Frage, ob Querschnittslähmung heilbar sein wird – sondern wann.“

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©Helge Kirchberger
Am Foto: Anita Gerhardter, Vorstandsvorsitzende der Stiftung.

So kannst du noch teilnehmen

Während der große Flagship Run in Wien bereits restlos ausverkauft ist, gibt es in ganz Österreich zahlreiche App Run Events. Alternativ kann jeder individuell mit der App laufen, egal wo er sich gerade befindet. Da es keine Ziellinie gibt, rollt 30 Minuten nach dem Start das Catcher Car los – wer eingeholt wird, hat sein Rennen beendet. Jeder Euro aus den Startgeldern fließt laut offiziellen Angaben zu 100 Prozent direkt in die Forschungsprojekte.

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