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/ ©Fotomontage: Canva
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt eine Frau mit einem Rollator und dahinter einen Pensions-Block, einen Rechner und eine Brille.
5 Minuten-Leser kritisieren Vorschläge bezüglich der Anhebung des Pensionsantrittsalters.

Später in Pension? „Wollte schon immer mit Rollator zur Arbeit“

Nachdem aktuell wieder Sparmaßnahmen im Raum stehen, sind sich einige Organisationen einige, dass das größte Potential bei den Pensionen vorhanden ist. Das finden 5 Minuten-Leser größtenteils nicht fair.

von Phillip Plattner Phillip Plattner Online-Redakteur Kärnten Steiermark
4 Minuten Lesezeit(798 Wörter)
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Die Diskussionen rund um neue Kürzungen bei Pensionisten ebben weiter nicht ab. Während es diesbezüglich seitens der Regierung recht still ist, versuchen mehrere Organisationen, den regierenden Parteien Maßnahmen ins Ohr zu „flüstern“. Letztes Jahr wurden ja unter anderem schon die Krankenversicherungs-Beiträge erhöht, wir haben berichtet. Ob auch für die kommenden beiden Jahre hier wieder neue Maßnahmen verkündet werden, wird sich spätestens bei der Budgetrede zeigen, wie das Finanzministerium auf Nachfrage von 5 Minuten zu verstehen gibt.

SPÖ und NEOS unterschiedlicher Meinung bei Erhöhung des Pensionsalters

Gleichzeitig haben wir auch bei der SPÖ und den NEOS bezüglich einer Erhöhung des Pensionsalters und weiteren Sparmaßnahmen, die als Vorschläge von außen an die Regierung herangetragen worden sind, nachgefragt. Gerade beim Anheben des Antrittsalters vertreten die beiden Parteien gänzlich konträre Positionen. Es wird zwar jeweils angesprochen, dass etwas dergleichen nicht im Regierungsprogramm festgehalten ist, erklärt NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser im Interview mit 5 Minuten, dass jedes frühere Anheben besser für etwa die langfristige Finanzierbarkeit des Systems wäre. Alles dazu auch hier: Anhebung des Pensionsalters in Österreich? „Je früher, desto besser…“. SPÖ-Chef und Vizekanzler Andreas Babler meint dagegen, dass etwas dergleichen für die SPÖ „ausgeschlossen“ sei. Das gesamte Interview findet ihr hier: Später in Pension, geringere Erhöhung? „Eine Frage des Respekts…“.

Foto in Beitrag von 5min.at zeigt NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser.
©Parlamentsdirektion /​ Thomas Topf |
NEOS-Sozialsprecher Johannes Gasser vertritt beim Thema Pensionsalter naturgemäß…
Foto in Beitrag von 5min.at zeigt Andreas Babler bei einer Rede.
©Parlamentsdirektion /​ Katie-Aileen Dempsey |
…eine andere Position als SPÖ-Chef Andreas Babler.

5 Minuten-Leserin: „Immer die Pensionisten abzocken. Es reicht!“

Überwiegend kritisch haben sich die 5 Minuten-Leser unter den dazugehörigen Facebook-Postings zu den Vorschlägen von außen – unter anderem von der Agenda Austria – geäußert. Vor allem die vorgeschlagene Erhöhung des Antrittsalters sehen viele als unfair an. „Immer die Pensionisten abzocken. Es reicht! Wir haben eingezahlt für die Sozialversicherung und zahlen jetzt noch Lohnsteuer, die wir schon 45 Jahre lang für unseren Lohn bezahlt haben“, meint eine Frau etwa zu den Überlegungen rund um weitere Kürzungen und Maßnahmen. Eine weitere Leserin weiß dazu noch: „Unsere Pensionisten haben ihr ganzes Leben gearbeitet und Steuern gezahlt. Es sind keine Bittsteller, sie haben für ihre Pension gearbeitet und ins System eingezahlt.“

„Man will die letzten Jahre noch was vom Leben haben…“

Spezifisch zur Anhebung des Pensionsalters finden die meisten, dass 40 bis 45 Beitragsjahre ausreichen müssen. „Wenn jemand 45 Jahre und mehr körperliche Arbeit geleistet hat, dann ist das mehr als genug. Ich kenne kaum jemanden, der mit 60 Jahren oder mehr keine gesundheitlichen Probleme hat“, so eine Frau, die auch meint: „Man will die letzten Jahre noch was vom Leben haben und nicht am letzten Arbeitstag in den Sarg springen.“

„Hört endlich auf, immer bei den Pensionen zu beginnen“

Ins gleiche Horn bläst auch ein 5 Minuten-Leser: „Na klar. Jene, die schon 49 Jahre und länger arbeiten, denen haut man noch drauf.“ Ein weiterer Mann fragt sich, in welchem Beruf man mit 60 noch körperlich so gut ist, um weiter zu machen. Und er ergänzt: „Hört endlich auf, immer bei den Pensionen zu beginnen.“ Ein Arbeitnehmer zeigt sich dann noch von der sarkastischen Seite und schreibt: „Ich wollte schon immer mit dem Rollator zur Arbeit fahren.“

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Das Problem der Beschäftigung älterer Menschen

Einige Leser denken gleichzeitig auch laut darüber nach, dass 45 Jahre genug wären und jene Menschen länger arbeiten sollten, „die noch keine 45 Arbeitsjahre haben“. „Man sollte nicht stupide nur das Alter als relevante Zahl betrachten, sondern auch die Beitragsmonate“, so ein Mann. Kritik gibt es dann auch daran, dass viele Unternehmen gar keine älteren Menschen anstellen würden. „Wer soll uns Alte nehmen?“, fragt eine Frau. Eine weitere Leserin meint noch: „Bevor man das Pensionsalter anhebt, gehört durchdacht, wie man Unternehmen und Betriebe dazu bringt, auch ältere Menschen zu beschäftigen und fair zu bezahlen. Spätestens ab 50 liest man in Absagen zwischen den Zeilen ‚zu alt – zu teuer‘.“ Das spricht übrigens auch der Gewerkschaftsbund an, dem die Diskussion um eine Erhöhung des Pensionsalters zu kurz gegriffen ist. Alles dazu hier: „Später in Pension“-Forderung verunsichert: „Wer keinen Job hat…“.

„In Deutschland arbeiten Männer wie Frauen bis 67…“

Schließlich gibt es dann aber doch auch noch Befürworter eines späteren Antrittsalters in den Kommentaren – wenn sie auch recht rar gesät sind. „Die Regierungen der letzten 30 Jahre hätten das Pensionssystem reformieren müssen. […] In Deutschland arbeiten Männer wie Frauen bis 67, das wäre auch für Österreich vorstellbar“, so eine Leserin. Eine weitere Facebook-Nutzerin sieht das ähnlich und meint: „Wahrscheinlich wird das in Österreich auch nicht anders gehen.“ Für einen Mann ist das abschließend „demographisch und budgetär unumgänglich“. Und: „So langsam wird es Zeit, in kleinen Schritten. Wie mit der Anpassung des Frauenpensionsalters.“

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