Spritpreise in Österreich bleiben hoch: Das zahlen Autofahrer jetzt
Die aktuellen Spritpreise in Österreich sorgen immer wieder dafür, dass die Wogen hochgehen. Die Regierung hat in der Vergangenheit zwar kurzfristig Maßnahmen gesetzt, um gegenzusteuern, doch wie viel bringen die wirklich?
Die Spritpreise in Österreich sind wegen dem Nahostkonflikt nach wie vor hoch. Erst vor wenigen Tagen sorgte ein Video von einer Preissteigerung von 12 Cent in einer Sekunde für Aufregung. Mehr dazu hier: 12 Cent in einer Sekunde: Video zeigt, wie Spritpreise steigen.
Wie viel kostet der Sprit in Österreich?
Auch wenn die Regierung Maßnahmen ergriffen hat, wie die Spritpreisbremse, sind die Preise nach wie vor hoch. Der ÖAMTC hat die durchschnittlichen Preise vom April ausgerechnet und kommt zu einem klaren Ergebnis: Für Diesel hat man etwa 2,009 Euro pro Liter gezahlt, während man für Benzin etwa 1,719 Euro zahlen musste. Und das ist laut den Experten weit über den Preisen vom Vorjahr, da hat man nämlich noch etwa 1,50 Euro gezahlt. Mitte April sind die Preise zwar kurzfristig auf knapp unter 1,90 Euro bei Diesel und 1,70 Euro bei Super gesunken, doch das hielt nicht lange an: Denn der Trend ging in den darauffolgenden Tagen wieder nach oben. Aktuell (Stand 5. Mai) kostet Diesel 2,034 Euro und Super 1,854 Euro.
Was hältst du von der Spritpreisbremse der Regierung?
Spritpreisbremse: So viel sparen sich Autofahrer beim Tanken wirklich
Vor allem sorgen die Änderungen der Regelungen zur Bremsung der Spritpreise dafür, dass nachhaltig keine spürbare Entlastung entsteht. Statt den bisherigen zehn Cent sind es aktuell nur mehr sieben Cent, und ab Mitte Mai soll die Entlastung bei 4,5 Cent liegen. Bei Diesel liegt aufgrund der Steuersenkungen in Deutschland (14 Cent netto) und Italien (20 Cent netto) die steuerliche Belastung auf Kraftstoffe (inkl. CO₂-Bepreisung) in Österreich mittlerweile über jener unserer Nachbarländer.
ÖAMTC sieht Handlungsbedarf
Der ÖAMTC fordert weiterhin eine Senkung der Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe als eine der einfachsten Maßnahmen zur Reduktion der Spritpreise. Eine Gegenfinanzierung könnte unter anderem über eine europäische Übergewinnsteuer erfolgen, wie sie auch von Finanzminister Marterbauer gefordert wird. Diese wäre rechtlich bereits möglich und würde vor allem Mineralölkonzerne treffen, nicht aber kleinere Tankstellen. Zusätzlich sieht der ÖAMTC Handlungsbedarf bei den internationalen Preisnotierungen für Diesel und Super, an denen sich auch die österreichische Spritpreisbremse orientiert. Diese sollten stärker überprüft und reguliert werden, um faire Preise an den Tankstellen zu gewährleisten.