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/ ©Pexels/ Engin Akyurt
Das Bild auf 5min.at zeigt Trockenheit.
Die anhaltene Dürre in Österreich belastet vor allem die Landwirtschaft.

Betriebe am Limit: Rekordtrockenheit setzt Bauern unter Druck

Kaum Niederschlag, keine Besserung in Sicht: Die landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich geraten zunehmend unter Druck. Vor allem, weil auch die Kosten für Sprit usw. steigen.

von Stella Sabitzer Das Bild auf 5min.at zeigt die Online-Redakteurin Stella Sabitzer von 5 Minuten Österreich.
2 Minuten Lesezeit(319 Wörter)
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In Österreich herrscht aktuell extreme Trockenheit. Mehr dazu hier: Rekord-Trockenheit in Österreich: Warum der Regen einfach nicht kommt. „Die Betroffenheit ist enorm. Wir erleben derzeit eine der angespanntesten Frühjahrsentwicklungen der letzten Jahre“, erklärt Johannes Schmuckenschlager, Präsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.

Landwirtschaft leidet unter Trockenheit

Aktuell herrscht ein massiver Bedarf an Regen im ganzen Land und seit Ende Februar kaum mehr Niederschlag. Die Folgen sind gravierend: Aktuelle Waldbrände scheinen kein Ende zu nehmen und die Situation auf den Feldern und Wiesen wird immer angespannter – und das ganz zum Leidwesen der landwirtschaftlichen Betriebe im ganzen Land. Vor allem mit den steigenden Temperaturen verschärft sich der Trockenstress immer mehr.

Auswirkungen der Dürre in Österreich

  • Getreide (Weizen, Gerste, Roggen etc.) befindet sich in einer entscheidenden Wachstumsphase. Der Wasserbedarf der Pflanzen wäre in dieser Phase hoch. Daher sind vielerorts bereits Wachstumsdepressionen sichtbar. Jeder weitere trockene Tag reduziert Ertrag und Qualität.
  • Frisch angebaute Kulturen wie Mais, Kürbis oder Sojabohne leiden unter unzureichender Bodenfeuchte – die Keimung ist vielerorts gefährdet oder bleibt ganz aus.
  • Jungpflanzen wie Sonnenblume, Rübe oder Kartoffel verfügen über ein noch schwaches Wurzelsystem und können das spärlich vorhandene Wasser kaum aufnehmen. Die Entwicklung verläuft daher entsprechend schleppend.
  • Grünland: Beim ersten Schnitt wurden bereits Einbußen verzeichnet. Der notwendige zweite Aufwuchs ist durch die Trockenheit massiv gefährdet. Auf exponierten Flächen drohen nachhaltige Schäden bis hin zum „Ausbrennen“ der Grasnarbe.

Trockenheit könnte Situation am Markt verschärfen

Die Trockenheit betrifft aber nicht nur Österreich, sondern auch große Teile Mitteleuropas sowie den Westen der USA. Dadurch ist laut Experten mit geringeren Erntemengen zu rechnen. Das könnte auch Auswirkungen auf die Marktpreise haben, welche das sind ist noch unklar. Gleichzeitig steigen auch die Produktionskosten weiter stark an, was die Lage der Betriebe zusätzlich verschärft.

Situation „bringt viele Betriebe an ihre Grenzen“

Auch die wirtschaftliche Situation belastet die Landwirtschaft stark. Hohe Kosten für Treibstoff, Dünger und Pflanzenschutzmittel erhöhen den Druck zusätzlich. „Wir befinden uns in einer ohnehin schwierigen Lage. Die Kombination aus Trockenheit, hohen Produktionskosten und unsicheren Erträgen bringt viele Betriebe an ihre Grenzen“, so Schmuckenschlager.

Trockenheit in Österreich: Wie soll es weitergehen?

Laut Kammer braucht es nun konkrete Maßnahmen, etwa Kostenentlastungen, den Ausbau von Bewässerungssystemen sowie stärkere Risikoinstrumente wie Dürreversicherungen. Kurzfristig könnten auch Biodiversitätsflächen zur Futtergewinnung beitragen. Auch eine Entspannung ist derzeit nicht in Sicht: Nahezu alle Wettermodelle erwarten weiterhin keine flächendeckenden Niederschläge. Damit steht die Landwirtschaft vor einer kritischen Phase mit möglichen Folgen für Produktion, Märkte und Versorgungssicherheit.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 07.05.2026 um 07:54 Uhr aktualisiert
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