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/ ©Pew Nguyen/Pexels
Foto auf 5min.at zeigt ein Flugzeug von innen.
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff verschärft Österreich vorsorglich die Meldepflicht.

Hantavirus: Österreicher saß mit infizierter Person im Flugzeug

Ein Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff sorgt international für Aufsehen. Jetzt gibt es auch in Österreich eine Kontaktperson.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(323 Wörter)
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Nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik hat Österreich vorsorglich die Meldepflicht verschärft. Besonders brisant: Auch hierzulande wurde bereits eine Kontaktperson ermittelt. Die Person befand sich in einem Flugzeug räumlich entfernt von einem bestätigten Fall und wurde von den Behörden als „Niedrigrisiko-Kontaktperson“ eingestuft. Nach aktuellem Wissensstand sei eine Ansteckung „äußerst unwahrscheinlich“. Symptome habe die Person bisher keine gezeigt. Trotzdem beobachten die Behörden die Situation genau.

Meldepflicht ausgeweitet

Seit 9. Mai 2026 müssen in Österreich neben bestätigten Erkrankungen und Todesfällen auch Verdachtsfälle von Mensch zu Mensch übertragbaren Hantavirus-Infektionen gemeldet werden. Das Gesundheitsministerium reagiert damit auf den aktuellen Ausbruch und mögliche weitere Fälle durch internationalen Reiseverkehr. Derzeit gibt es in Österreich keinen bestätigten Hantavirus-Fall. Laut Ministerium soll die neue Regelung helfen, mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen und Kontaktpersonen rasch zu erfassen.

Drei Menschen starben bereits

International wurden laut Gesundheitsministerium bis 12. Mai elf Fälle gemeldet – neun bestätigte und zwei Verdachtsfälle. Drei Personen sind verstorben. Alle bekannten Fälle stehen mit dem betroffenen Kreuzfahrtschiff im Zusammenhang. Österreicher waren laut Behörden nicht an Bord. Die europäische Seuchenagentur ECDC schätzt das Risiko für die Allgemeinbevölkerung weiterhin als „sehr gering“ ein. Wegen Evakuierungen und des internationalen Reiseverkehrs könnten weitere Fälle aber nicht ausgeschlossen werden.

Symptome können plötzlich schwer werden

Beim aktuellen Ausbruch handelt es sich um das sogenannte Andes-Virus. Anders als andere Hantaviren kann es auch von Mensch zu Mensch übertragen werden. Die Symptome beginnen oft mit Fieber, Muskel- und Magen-Darm-Beschwerden. In schweren Fällen kann es plötzlich zu Atemnot, niedrigem Blutdruck und lebensgefährlichem Atemversagen kommen. Laut Gesundheitsministerium liegt die Sterblichkeitsrate bei schweren Verläufen zwischen 35 und 50 Prozent. Eine spezielle antivirale Therapie gibt es derzeit nicht. Deshalb setzen die Behörden auf frühe Erkennung, Isolation und engmaschige Überwachung von Kontaktpersonen.

Das gilt jetzt für Kontaktpersonen

Menschen mit geringem Risiko sollen sechs Wochen lang auf Symptome achten und bei Beschwerden sofort die Gesundheitsbehörde kontaktieren. Zusätzlich wird empfohlen, große Veranstaltungen zu meiden und in stark frequentierten Innenräumen eine FFP2-Maske zu tragen. Für Hochrisiko-Kontaktpersonen gelten strengere Maßnahmen: Sie müssen sich zuhause absondern und werden sechs Wochen lang überwacht. Kontakte sollen nur mit Abstand und FFP2-Maske stattfinden.

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